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90 Prozent der Bauherren kaufen ihr Eigenheim lieber vom Bauträger

23.1.2012, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

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© Wikimedia Commons/ Böhringer Friedrich

Nur noch zehn Prozent wollen laut dem Verband privater Bauherren (VPB) ihren Traum vom Eigenheim mit einem Architekten realisieren. Dabei spricht laut dem Verband einiges für die Zusammenarbeit.

Wer bei einem Bauträger sein Haus kauft, ist nicht Bauherr sondern Käufer. „Der Architekt arbeitet hingegen im Auftrag des Bauherrn und hat die Pflicht, diesen bestmöglich zu beraten“, sagt Eva Reinhold-Postina vom VPB dem Handelsblatt. Zwar arbeite auch für den Bauträger ein Architekt, dieser vertrete jedoch die Interessen seines Arbeitgebers und nicht die des Käufers. Warum sich viele potenzielle Hausbesitzer für einen Bauträger entscheiden, hängt für Reinhold-Postina vor allem mit der Angst vor unkalkulierbaren Kosten zusammen. Viele zukünftige Hausbesitzer würden befürchten, dass der Architekt die Kosten in die Höhe treibt. Reinhold-Postina kann das nicht bestätigen: „Unsere Erfahrung ist, dass meist der Bauherr die Kosten in die Höhe treibt.“

Tatsächlich können Architekten keine Kostengarantie abgeben, da die Steigerung der Baupreise nicht vorhersehbar ist. Aber auch bei einer Zusammenarbeit mit einem Bauträger  haben Käufer keine Kostensicherheit. Denn häufig sind Ausgaben für die Erschließung des Grundstückes oder die Einrichtung der Hausanschlüsse nicht inklusive. Die Honorierung des Architekten sollte klar geregelt sein. Klaus Mundorf, Rechtsanwalt in Erkrath, empfiehlt den Vertrag vor dem Abschluss einem Fachanwalt vorzulegen. Auch die Verbraucherzentralen bieten eine Vertragsprüfung an. In Filialen in NRW kostet diese etwa 350 Euro.

Auch wenn ein Hausbau mit einem Architekten teurer ist, kann sich die Investition lohnen, da der Wiederverkaufswert eines Architektenhauses in der Regel höher liegt.

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