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Alpenhütten renovieren: modern oder rustikal?

03.1.2013, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

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Alpenhütte

© Wikimedia Commons/ Zermatt photos

Urig-gemütlich oder ultramodern? Die Frage, wie die in die Jahre gekommenen Schutzhütten in den Alpen nach einer Modernisierung aussehen sollen, spaltet die Gemüter von Touristen und Einheimischen.

Fakt ist: Viele der Alpenhütten auf den Gipfeln der deutschen und österreichischen Bergspitzen sind in die Jahre gekommen. Sollen sie nicht vollends zerfallen, müssen viele in naher Zukunft modernisiert werden. Welchen Stil die Bauherren dabei bevorzugen sollten, darüber herrscht Uneinigkeit, berichtet welt.de. Rustikale Hüttenromantik könnte ultramodernen Niedrigenergiehäusern weichen.

Eine solche Herberge der Zukunft ist die neue Monte-Rosa-Hütte oberhalb Zermatts in der Nähe des Matterhorns. Wie eine Mondstation ragt der silberne Glas-Aluminium-Bau in den Himmel. 4,5 Millionen Euro hat das Gebäude gekostet. Dafür bietet es jeden Komfort eines modernen Niedrigenergiehauses. Ihr Aussehen spaltet allerdings die Gemüter. In Fachzeitschriften liefern sich eingefleischte Wanderer und Alpinisten einen Schlagabtausch, ob moderne Immobilien in die romantische Bergwelt passen.

Dabei sind die Schutzhütten das Rückgrat des Tourismus in den deutschen, österreichischen und schweizerischen Bergregionen. Viele Urlauber unternehmen eine Tagestour zu den Hütten. Passionierte Wanderer nutzen die Herbergen für Übernachtungen in den Höhen. Auch die Kommunen und Tourismusverbände in den Alpen legen deshalb viel Wert auf die zukünftige Ausgestaltung der Hütten.

Nun plant die Südtiroler Landesregierung, drei Traditionshütten zu modernisieren. Ein Architektenwettbewerb brachte Ergebnisse zutage, die wohl nicht den Geschmack eines jeden treffen. Quaderförmige Gebäude mit leicht geneigten Flachdächern – so stellen sich namhafte Architekten die Ausflugsziele in den Alpen vor. Um Ressourcen zu schonen, sollen die Wände der modernen Berghütten massiv gedämmt, die Fensterflächen klein gehalten werden. Flachdächer sollen Regenwasser für die Toilettenspülung auffangen, Solaranlagen und Photovoltaikzellen  für die Warmwasser- und Stromversorgung sorgen.

Allerdings bleibt eine gewisse Skepsis. So arbeitet die Haustechnik der Monte-Rosa-Hütte angesichts des rauen alpinen Klimas nicht immer einwandfrei.