Atommeiler-Abschaltung: Stromversorgung ist gesichert, Preisanstieg bleibt gering
17.3.2011, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog
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Sieben Atomkraftwerke werden vom Netz genommen, das teilte Kanzlerin Merkel Anfang der Woche mit. Die Mehrheit der Deutschen befürwortet die Entscheidung – zumal die Stromversorgung sichergestellt ist und eine Preiserhöhung laut Experten ausbleiben oder nur sehr moderat ausfallen wird.
„Deutschland hat genügend andere Kraftwerkskapazitäten“, sagte Christof Timpe vom Öko-Institut in Freiburg gegenüber n-tv. So importiere etwa Baden-Württemberg jährlich rund 15 Prozent Strom, von der gesamtdeutschen Produktion gingen etwa fünf Prozent in andere Länder. „Der Wegfall kann leicht mit Hilfe anderer fossiler Kraftwerke – Kohle oder Gas – aufgefangen werden“. Laut des Experten ist es noch nicht einmal sicher, ob der Export durch die Abschaltung gedrosselt werden müsse.
Diplom-Ingenieur Timpe glaubt, dass die Abschaltung für Verbraucher keine oder nur geringfügige finanzielle Konsequenzen haben wird. So sei ein Markteffekt von höchstens einem halben Cent pro Kilowattstunde zu erwarten. Im Großhandel entspräche das einem Anstieg von zehn Prozent, beim Endkunden dürften davon jedoch nur maximal drei Prozent ankommen, da die meiste Versorger sich langfristig zu festen Preisen eindecken. Auch die auf Energie spezialisierte Beratungsgesellschaft Prognos erwartet maximale Mehrkosten von 0,3 bis 0,4 Cent pro Kilowattstunde, obwohl die Strompreise an der Börse bereits angestiegen sind.
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