Angst vor Euro-Pleite – Deutsche suchen Heil in Schweizer Immobilien
25.6.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Die Angst vor einem Euro-Aus geht um: Nicht nur reiche Griechen bunkern ihr Geld im Ausland, auch Deutsche suchen verstärkt nach sicheren Investitionen. Äußerst beliebt sind Immobilien in der Schweiz.
Fangen die Vermögenden eines Landes an, im Ausland Immobilien zu kaufen, ist das meist ein untrügliches Indiz dafür, dass es mit der wirtschaftlichen und politischen Stabilität im eigenen Lande nicht zum Besten steht. Zuletzt gingen besonders viele reiche Griechen in Europa auf Immobilien-Shoppingtour, vergangenes Jahr investierten auffällig viele Nordafrikaner in europäische Luxusimmobilien. Nun suchen jedoch auch Deutsche mit dickem Bankkonto nach sicheren Investitionen im Ausland, und die glauben sie im benachbarten Alpenstaat zu finden.
Grund ist das Misstrauen in die eigene Währung, so mancher Finanzexperte sagt dem Euro gar einen baldigen Tod voraus. Immobilien in dem Land, wo Privatvermögen einen besonderen Schutz genießt, scheinen da eine sichere Anlage zu sein.
Reiche Privatpersonen oder Vermögensverwaltungen aus Deutschland seien die ersten gewesen, die vermehrt nach hochklassigen Immobilien in der Schweiz gefragt hätten, sagt Philippe Mueller, Partner beim Zürcher Immobilienmakler Kuoni Mueller & Partner (KMP) laut Welt.de. Und die deutschen Kunden sind anscheinend nicht nur bereit, so gut wie jeden Preis zu zahlen, sie nehmen auch schlechte bis Null-Rendite in Kauf, um ihr Geld zu sichern. Beliebter macht sie das in der Schweiz nicht.
Besonders begehrt bei den teutonischen Käufern sind Gewerbeobjekte, die auch von Ausländern in der Schweiz gehalten und gehandelt werden. Für historische Gebäude in der Nähe der Handelsmetropolen Zürich und Genf zahlen die Panik-Käufer bis zu 50 Millionen Euro und mehr.
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