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Aus dem Haus der Terrorzelle NSU wird ein Spielplatz

11.5.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© Wikimedia Commons/ André Karwath aka Aka

Übrig geblieben war nur eine Ruine. Beate Zschäpe hatte das Haus, indem die Mitglieder der NSU gewohnt hatten, nach dem Selbstmord der Mittäter Uwe Mundlos und Uwe Bönhard angezündet, um Spuren zu verwischen. Der einstige Unterschlupf der Terrorzelle soll nun zum Park mit Spielplatz werden.

„Wir wollen nicht, dass die Frühlingsstraße zu einem Wallfahrtsort für Rechtsextremisten wird“, zitiert der Focus die Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß. Das Haus ist mittlerweile komplett abgerissen. Die obersten Stockwerke des Gebäudes, die nach dem Brand einsturzgefährdet waren, wurden bereits im November beseitigt. Seitdem hatte ein Sicherheitsdienst das eingezäunte Gelände Tag und Nacht bewacht. Da der Eigentümer das Haus wieder aufbauen wollte, kaufte eine Zwickauer Wohnungsgesellschaft im Auftrag der Stadt das Grundstück.

Bereits Ende Mai soll nun der Rasen gesät werden und eine Grünfläche mit Kinderspielplatz auf dem Gelände entstehen. Die Kosten von 65.000 Euro übernimmt das Bundesland Sachsen.

Das Haus in der Frühlingsstraße wurde vor 84 Jahren als Siedlerheim von einem jüdischen Mäzen errichtet und war Teil einer von ihm geförderten Gewerkschaftssiedlung. Die Terrorzelle hatte dreieinhalb Jahre in der 122 Quadratmeter großen Wohnung gelebt.