Bank of America: Milliarden-Deal mit Problem-Immobilien
19.8.2011, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Finanzen
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Bis zu eine Milliarde Dollar erhofft sich das größte Kreditinstitut der USA aus dem Verkauf eines Immobilienpakets an den Finanzinvestor Blackstone. Teil des Bündels sind problematische Kredite in Italien, Logistik-Einrichtungen in Mitteleuropa und Einkaufszentren in Deutschland.
Während der Finanzkrise hatte das Bankhaus die Investmentbank Merril Lynch übernommen und war im Zuge dessen zum Besitzer zahlreicher Immobilien geworden. Während andere Banken sich weitestgehend von der Krise erholt haben, hat die Bank of America laut Spiegel Online weiterhin mit deren Folgen zu kämpfen. Noch 2008 galt sie mit 33,1 Milliarden US-Dollar als wertvollsten Bank des Sektors, im ersten Quartal 2009 sank der Wert der Aktien jedoch von 50 auf 3,14 Dollar, die Bank suchte Deckung unter dem finanziellen Rettungsschirm der US-Regierung. Schon im gleichen Jahr konnte das Kreditinstitut seine Schulden jedoch durch den Verkauf von Vermögenswerten auf einen Schlag begleichen.
Seitdem muss das Finanzhaus mit einer deutlich geringeren Kapitalquote auskommen und wird von der US-Notenbank streng überwacht. Mit dem Verkauf des Immobilienpakets könnte sich die Bank of America von Risikoposten in der Bilanz befreien und die Kapitalquote steigern. Jedoch besteht anscheinend weiterer Sparbedarf, denn laut Spiegel Online berichten Insider, dass sie bis zu 3.500 Stellen gestrichen werden sollen. Nach einem geplanten Konzernumbau könnten bis zu 10.000 Stellen wegfallen.
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