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Bau- und Immobilienverbände: Abriss statt Sanierung

25.3.2011, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

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Altbau

©Fotolia.com/Claus-Joachim Dickow

Im Zuge der Energiesparverordnung müssen viele Gebäude in den nächsten Jahren grundlegend saniert werden. Bei vielen lohnt sich das nicht, meint die Baulobby, und plädiert für einen Abriss von zehn Prozent der deutschen Wohnhäuser.

Eine Studie mit Namen „Impulse für den Wohnungsbau“ soll die Argumente der Baubranche stützen. Die Rechnung: Beim Neubau einer Wohnung koste der Quadratmeter durchschnittlich zwischen 1.075 und 1.350 Euro pro Quadratmeter. Das seien 270 Euro pro Quadratmeter weniger als bei einer Vollmodernisierung. Durchgeführt wurde die Studie von der „Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen“ im Auftrag von den Verbänden der Bau- und Immobilienbranche sowie der Gewerkschaft IG Bau und dem Deutschen Mieterbund.

Ein gutes Ergebnis für Hausbesitzer: Bei der Untersuchung der Bausubstanz von insgesamt 36 Millionen Wohnungen stellte sich heraus, dass jede sechste Wohnung, die bis Ende der 1970er Jahre gebaut wurde, auf einem energetisch guten Stand ist.

Walter Rasch, Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) sagte gegenüber Spiegel online: „Allen Unkenrufen zum Trotz wurden in den letzten zehn Jahren in den meisten Beständen bereits wichtige Teilsanierungen vorgenommen.“ Dennoch plädiert er für eine Erhöhung der Fördermittel der KfW für Sanierungen.