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Grundstücks-Streit: Bauern kämpfen gegen Olympia-Bewerbung 2018

11.1.2011, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© fotolia.de/Harry Gehrig

Wir befinden uns im Jahre 2011 und Bayern bewirbt sich voller Elan als Austragungsort für die olympischen Winterspiele 2018. Ganz Bayern? Nein! Ein paar unbeugsame Grundstückseigentümer in Garmisch-Patenkirchen weigern sich ihr Land für die Spiele zur Verfügung zu stellen.

Kati Witt, Vertreterin der deutschen Bewerbergesellschaft präsentiert heute in Lausanne das sogenannte „Bid Book“, das Bewerbungsbuch von München, Garmisch-Patenkirchen und dem Berchtesgadener Land für Olympia 2018. Das Werk liegt in Englisch und Französisch vor, in Deutsch allerdings nicht. Begründung der Bewerbergesellschaft: Die Zielgruppe seien ja schließlich die Vertreter des IOC. Für die Gegner der Spiele ist dieser Umstand ein weiterer Ausdruck der intransparenten Vorgehensweise der Gesellschaft.

Und das ist nur einer der Vorwürfe der Olympia-Gegner, die hauptsächlich in der Region Garmisch-Patenkirchen sitzen, gegen die Großveranstaltung: 53 Grundstückseigentümer, vielfach Bauern, die ihr Land seit Generationen bewirtschaften, weigern sich ihr Land den Wintersportlern zu überlassen. Ihre Hauptsorge ist, dass die Winterspiele für die Region ein ökologisches Desaster werden könnten. Bereits für die in vier Wochen in Garmisch-Patenkirchen stattfindende Ski-WM, eine im Verhältnis kleinere Veranstaltung, wurden massenhaft Bäume gefällt, Hügel abgetragen und Wiesen planiert.

59 der Gegner hatten den Verantwortlichen bis Weihnachten ein Ultimatum gesetzt, die Bewerbung zurückzuziehen. Eine Reaktion kam nicht. Überhaupt wundert sich der Anwalt der Bauern gegenber Welt Online, Ludwig Seitz: „Seit dem 26.November gibt es null Kontakt mit der Staatsregierung“.
Spätestens, wenn Ende November das IOC-Komitee den potenziellen Austragungsort begutachten wird, muss die Bewerbergesellschaft sich jedoch mit den widerspenstigen Bauern auseinandersetzten.