Bauriese Hochtief schreibt rote Zahlen
08.5.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Bauen
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Trotz des anhaltenden Booms der Immobilien- und Baubranche ist der Branchenriese Hochtief mit roten Zahlen ins Jahr 2012 gestartet. Grund für die negativen Zahlen sind die seit längerem bekannten Probleme der australischen Tochter Leighton. Die Verantwortlichen von Hochtief blicken dennoch optimistisch nach vorn.
Wie die Financial Times Deutschland berichtet, machen Neuaufträge dem Essener Konzern, der mehrheitlich zum spanischen Konkurrenten ACS gehört, Mut. Dennoch ist es schon das zweite Jahr in Folge, das Hochtief rote Zahlen beschert. Es sind zwei Großprojekte in Milliardenhöhe der Tochter Leighton, die dem Branchenriesen Sand ins Getriebe streuen. Bei beiden kommt es zu Verzögerungen. Die Gewinnaussichten schwinden. Dennoch bleibt Konzernchef Frank Stieler optimistisch. Abgesehen von den Problemen in Sachen Leighton entwickle sich das Geschäft angesichts zahlreicher Neuaufträge positiv, sagte er.
Der Verlust vor Steuern beträgt im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 90,9 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Minus noch bei 444 Millionen Euro gelegen. Unterm Strich beträgt der Konzernverlust 34,1 Millionen Euro.
Dem gegenüber stehen Auftragseingänge in Höhe von 7,7 Milliarden Euro – insgesamt ein Zuwachs um 42,1 Prozent. Der Auftragsbestand kann sich sehen lassen: Insgesamt 50,26 Milliarden Euro sind alle Aufträge wert. So viel wie nie zuvor in der Geschichte von Hochtief.
Wachstumschancen rechnet sich Konzernchef Stieler vor allem im Bereich Energie- und Verkehrsinfrastruktur aus. Außerdem setzt er auf das weitere Wachstum von Metropolen. Neue Impulse erhofft sich die Konzernspitze von der Energiewende in Deutschland.
Das Minus von Hochtief fällt geringer aus als es Experten zunächst erwartet hatten.
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