Baustoff statt Müll: Häuser aus Plastikflaschen
01.8.2011, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Bauen
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Ein taiwanesischer Architekt entwirft helle, stabile und schnell aufzubauende Gebäude aus recycelten Plastikflaschen. Eine Technik, die besonders in armen Ländern zwei Probleme auf einmal löst.
Nicht nur in Millionenmetropolen liegen sie auf der Straße herum und treiben in Gewässern, auch in Urwälder, Wüsten und anderen kaum besiedelten Räumen verdrecken leere Plastikflaschen die Landschaft. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen es weder ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein noch eine funktionierende Müllentsorgung gibt, stellen sie ein riesiges Problem dar.
Weil in solchen Ländern jedoch auch Häuser und Wohnung vor allem für arme Einwohner rar sind, kamen findige Menschen auf die Idee, das Material, das im Übermaß auf der Straße zu finden ist, als Baustoff zu nutzen. In Ländern wie Honduras, Nicaragua, Brasilien oder Thailand stehen inzwischen schon ein paar Hundert Häuser, deren Wände aus mit Schutt oder Sand gefüllten Flaschen bestehen.
Die anspruchsvolle Variante der Recycling-Immobilien stammt von dem Architekten Arthur Huang. Der Taiwanese verwertet Flaschen und andere Plastik-Abfälle als Baustoff wieder, der in seinem Heimatland laut Welt großen Anklang fand und in Europa kurz vor der Einführung steht. Huang lässt den Müll von der Firma Miniwiz zu wabenförmigen Hohlformen verarbeiten, die eine statisch sehr günstige Verbauung ermöglichen. Die Plastikkörper werden an Stahlgerüsten angebracht, die schnell auf- und wieder abgebaut werden können. Die futuristisch anmutenden Bauten haben nicht nur eine optimale Ökobilanz und sind sehr flexibel, die durchscheinenden Elemente sind außerdem leicht, haltbar und lassen viel Licht herein.
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