Behörden suchen Schwarzbauten per Street View
29.8.2011, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Bauen
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© Wikimedia Commons/Andreas-horn-Hornig
Wer sein Haus erweitern will, einen Wintergarten anbaut oder eine überdachte Terrasse plant, muss zunächst einmal eine formelle Genehmigung bei der Baubehörde einreichen, denn sonst kann es teuer werden. Im schlimmsten Fall kann die Behörde sogar verlangen, dass der Anbau abgerissen wird.
Auch die Baubehörden nutzen immer mehr die Vorzüge der modernen Technik. So fanden die Beamten mittlerweile per Google Street View nach illegal errichteten Häusern, berichtet die Welt. Wer An- und Umbauten an Wohnhäusern, Garagen, Wintergärten oder Vordächern vornimmt, sollte immer eine Baugenehmigung einholen, rät die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein. Denn entdeckt die Baubehörde einen illegalen Bau oder Anbau fordern die Beamten zunächst dazu auf, die Veränderungen am Haus nach zu genehmigen. Das ist aber generell teurer als vorher eine Genehmigung zu beantragen. Es kann aber auch schlimmer kommen: Die Behörde kann eine bis zu 50.000 Euro hohe Geldbuße oder ein Abriss fordern.
Sogar ein Baumhaus für Kinder muss den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von drei Metern zum nächsten Grundstück einhalten. Sonst kann der Nachbarn fordern das Spielhaus abreißen zu lassen, entschied beispielsweise das Landesgericht Dortmund (Az.: 1 S 109/06). Da das Baurecht für Laien sehr unübersichtlich ist, gilt im Zweifelsfall: Besser eine Baugenehmigung beantragen. „Grundsätzlich gilt, dass ein Bauantrag notwendig ist, sobald die Statik verändert wird.“ Auch äußerliche Veränderungen seien meist genehmigungspflichtig, sagt Eva Feldmann, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht aus Dortmund, gegenüber der Welt.
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