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Berliner Immobilien: Haus Cumberland erstrahlt bald in neuem Glanz

07.12.2010, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte

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Cumberland Haus

© Wikimedia Commons/Proofreader

Wer sich Berliner nennt, sollte auch das Haus Cumberland kennen. Denn das denkmalgeschützte Gebäude am Kurfürstendamm ist nicht nur äußerst imposant, sondern hat auch eine Menge Berliner Geschichte auf dem Buckel – die man ihm allerdings auch ansieht. Jetzt wurde mit der Sanierung des verstaubten Juwels begonnen. Nachdem das Haus die letzten acht Jahre leer stand, haben drei Investoren die Reanimation des Komplexes eingeleitet.

In dem ehemaligen Prachtbau sollen Wohn- und Gewerbegebäude entstehen. Offizieller Baubeginn ist im Frühjahr 2011. Laut Immobilien-Zeitung.de werden dann etwa 17.500 Quadratmeter in hochwertige Wohnungen und 7.500 Quadratmeter in Geschäftsflächen verwandelt. Verantwortlich für das 120-Mio-Euro-Bauprojekt sind die Berliner Unternehmer Dirk Germandi und Detlef Maruhn gemeinsam mit Immobilienplaner Thomas Bscher.

Vom Architekten Robert Leibnitz war das Gebäude 1911/1912 als ‚Boarding-House’ konzipiert worden – also als eine Herberge, die ihren betuchten Bewohnern über einen längeren Zeitraum als Heimat dienen sollte. Seinen Namen erhielt der Bau zu Ehren des 3. Herzogs von Cumberland Ernst August, wahrscheinlich aus Marketinggründen. Die Geschäftsidee scheiterte jedoch bereits vor der Eröffnung. Darauf folgte die Nutzung als Kaiserliches Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt 1914, dann wurde das Haus zum Grandhotel umgebaut, während des Ersten Weltkrieges diente es als  Oberpostdirektion, anschließend als Berliner Oberfinanzdirektion. Ab 1993 dann stand es leer und verkam allmählich.

Neben Büro- und Einzelhandelsräumen sind insgesamt 210 Eigentumswohnungen geplant. Die teuersten werden 20 Luxuswohnungen unter dem Dach sein, die jeweils über zwei Ebenen und eine große Terrasse verfügen sollen. Zudem ist eine Tiefgarage mit 146 Stellplätzen in Planung sowie mehrere hundert Parkplätze in den fünf vorhandenen Innenhöfen und um den Gebäudekomplex. Das Vorhaben wurde nach Aussage von Detlef Maruhn mit der Denkmalbehörde abgestimmt. So werde trotz aller Neuerungen das historische Wesen von Haus Cumberland berücksichtigt.