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Begehrte Hauptstadt: Berlin wächst – und altert dennoch

05.12.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte

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Berlin

Berlin, © Fotolia.com/Jörg Engel

Die deutsche Hauptstadt ist in: Bis zum Jahr 2030, so die aktuelle Bevölkerungsprognose für Berlin, wird die Einwohnerzahl voraussichtlich um 250.000 steigen. Zwar kommen vor allem junge Menschen in die Bundeshauptstadt, dennoch steigt der Altersdurchschnitt.

Wie die Berliner Zeitung schreibt, wird die Gruppe der 65- bis 80-Jährigen bis zum Jahr 2030 um 14,4 Prozent zulegen. Das teilte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) bei Veröffentlichung der aktuelle Prognose zur Bevölkerungsentwicklung in Berlin mit. Damit wird Berlin trotz der Bevölkerungszunahme nicht jünger, sondern altert nur ein wenig langsamer als der Durchschnitt der deutschen Städte.

Die prognostizierte Zunahme der Einwohnerzahlen von 2011 bis 2030 um 7,2 Prozent entspricht etwa der Größe Mönchengladbachs.

Am stärksten wächst München: Um stolze 15 Prozent legt die bayerische Hauptstadt zu. Zum Vergleich: In Hamburg wird ein Bevölkerungsplus von sechs Prozent erwartet. Bundesweit prognostizieren die Experten einen Bevölkerungsschwund von durchschnittlich drei bis sechs Prozent je nach Region und Zuwanderungsentwicklung.

In Berlin erhöht sich im Untersuchungszeitraum das Durchschnittsalter von derzeit 42 auf 44 Jahre. Die Zahl der Menschen, die 80 Jahre oder älter sind, wächst gar um 80 Prozent. Dagegen bleibt die Anzahl der Bürger, die im erwerbsfähigen Alter sind (18 bis 65) nahezu konstant.

Die Politiker in der Landeshauptstadt ziehen aus der Prognose ihre Schlüsse: Stadtentwicklungssenator Müller hält den Neubau von 150.000 Wohneinheiten bis 2030 für erforderlich. Bis 2016 sollen Landesgesellschaften, Privatleute und Genossenschaften in Berlin jährlich 6.000 Wohnungen bauen. Das ist aus Sicht Müllers aber noch zu wenig. Pro Jahr müssten 9.000 bis 10.000 Wohnungen entstehen, um die Nachfrage in Berlin decken zu können.