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Berliner Immobilienmarkt: Shoppingparadies für Reiche aus Krisenstaaten

18.12.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte

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Berlin

Berlin, © Wikimedia Commons/Bleppo

Die Wohlhabenden aus südeuropäischen Krisenländern wollen ihr Geld schützen – und investieren am liebsten in Sicherheit verheißende deutsche Immobilien. Ihr liebstes Spielfeld ist Berlin. Der Andrang treibt nicht nur die Kaufpreise in die Höhe, sondern auch die Mieten.

Griechen, Spanier und Italiener sind immer häufiger die besten Kunden von deutschen Immobilienvermittlern – besonders in Berlin. Denn hier wittern die Gutbetuchten aus dem Süden gute Anlagemöglichkeiten für ihr Vermögen, das sie unbedingt vor der Krise im Heimatland sichern wollen. Die Hauptstadt verheißt moderate Preise und ein breiteres Angebot als die abgegrasten Metropolen München und Hamburg oder gar Paris und Mailand. Die Spree-Metropole ist außerdem attraktiv für Investoren, weil die Einwohnerzahl der Stadt kontinuierlich wächst und es einen hohen Anteil von Singlehaushalten gibt. Gute Voraussetzungen für eine hohe Nachfrage nach Mietwohnungen.

Froh macht der Andrang aus dem Ausland Unternehmen wie den Immobiliendienstleister Accentro. Das Berliner Unternehmen hat laut Spiegel Online inzwischen ein Drittel ausländische Kunden, darunter viele Spanier. Griechen und Italiener zieht es vielfach zu Engel & Völkers. Die südeuropäischen Kunden legen oft große Summen bar auf den Tisch und lassen sich die Stabilität gerne etwas mehr kosten.

Weniger freudig reagieren darauf einheimische Käufer und Mieter: Die Südeuropäer sind unliebsame Konkurrenten für Kaufwillige, weil ihre Freigiebigkeit die Preise treibt. Auch die Mieten steigen, denn für das viele Geld verlangen die Investoren angemessene Renditen. In Berlin zahlen Neumieter schon ein Fünftel mehr als noch vor fünf Jahren.