Bewohnbare Planeten in der Milchstraße: Ist eine zweite Erde wahrscheinlich?
29.3.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Es klingt wie eine Szene aus dem Science-Fiction-Film „Second Earth“. Vielleicht können wir schon bald unsere Umzugskoffer packen, um auf anderen Planeten eine neue Wohnung zu finden. Denn in der Milchstraße wimmelt es nur so von bewohnbaren Planeten. Das haben Astronomen nach sechs Jahren intensiver Forschung herausgefunden.
Wie Die Welt in ihrer Online-Ausgabe mitteilt, fanden Forscher am La-Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte Eso in Chile heraus, dass es gleich mehrere zehn Milliarden bewohnbare Gesteinsplaneten in unserem Sonnensystem gibt. Sie sind nicht viel größer als die Erde und kommen häufig in der bewohnbaren Zone von schwach leuchtenden roten Sternen vor.
Als bewohnbar bezeichnen Astronomen solche Bereiche um einen Stern, in dem die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben. Allein in unmittelbarer kosmischer Nachbarschaft der Erde soll es einige Hundert solcher Planeten geben.
Dass wir aber schon bald Besuch von unseren kosmischen Nachbarn bekommen, halten die Eso-Forscher eher für unwahrscheinlich. Hinweise auf irgendeinen belebten Planeten fanden sie nämlich bisher nicht. Für ihre Forschungen nutzten die Astronomen den sogenannten Harps-Spektographen. Dabei steht Harps für High Accuracy Radial velocity Planet Searcher. „Unsere neuen Beobachtungen mit Harps zeigen, dass wohl etwa 40 Prozent aller Roten Zwerge von einer Supererde umkreist werden, die sich in der habitablen Zone des Sterns befindet“, nennt Studienleiter Xavier Bonfils vom Observatorium Grenoble in Frankreich die Kernergebnisse der Studien. Dabei ist die Schwankungsbreite dieser Schätzungen groß. Dennoch sagt Bonfils, dass es allein in der Milchstraße mehrere zehn Milliarden solcher Planeten gebe.
Ob sie allerdings ein wirklich komfortabler Ort zum Leben sind, darf bezweifelt werden. Zwar gelten sie aufgrund ihres niedrigen Energieumsatzes als langlebig. Allerdings neigen sie zu sogenannten Helligkeitsausbrüchen. Dabei wird eine intensive Ultraviolett- und Röntgenstrahlung freigegeben. Unter solchen Umständen kann sich Leben wie auf unserem blauen Planeten nur schwer entwickeln.
Wer vorerst eine komfortablere neue Bleibe auf dem Heimatplanet sucht, wird ganz sicher bei Immonet fündig.
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