Büroimmobilien: Steigende Flächenumsätze in Berlin
05.7.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Gewerbeimmobilien
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Der Markt für Büroimmobilien in Berlin präsentierte sich auch im zweiten Quartal 2010 vital. In der ersten Jahreshälfte 2010 wurden auf dem Berliner Büromarkt 197.200 Quadratmeter umgesetzt. Der Büroflächenumsatz stieg damit gegenüber dem gleichen Zeitraum 2009 um drei Prozent an. Wie das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) berichtet, geht die positive Entwicklung in der Bundeshauptstadt mit sich erholenden Büroflächenumsätzen in Top-Lagen wie City-Ost oder Potsdamer Platz/Leipziger Platz einher. Zudem legten die Büroflächenumsätze durch Eigennutzer im Vorjahresvergleich um 88 Prozent (22.400 Quadratmeter) zu. „Der anhaltende harte Wettbewerb zwischen den Eigentümern um die Bestandsmieter bzw. die potenziellen neuen Mieter verhinderte einen höheren Büroflächenumsatz“, so die Einschätzung von Matthias Hauff, Head of Agency bei CBRE in Berlin, „des Weiteren sehen Unternehmen Umzüge in neue Büroflächen als Zusatzkosten an, die es unter den herrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen möglichst zu vermeiden gilt. Unternehmen geben zumeist Mietvertragsverlängerungen mit kurzen Laufzeiten oder langfristigen Prolongationen zu günstigen Mietkonditionen den Vorzug.“
Der Büroflächenleerstand stieg in Berlin im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 1,73 Millionen Quadratmeter an. In den wichtigen Teilmärkten City-Ost und Potsdamer Platz/Leipziger Platz bewirkte die leichte Marktbelebung zu einer nahezu konstanten Leerstandsentwicklung. Die Quote lag im gesamten Marktgebiet bei 9,8 Prozent, die erzielbare Spitzenmiete blieb mit 20,00 Euro pro Quadratmeter monatlich im sechsten Quartal in Folge konstant. Im Spitzensegment erfuhr der Markt für Büroimmobilien in Berlin bezüglich der Zahl der Mietvertragsabschlüsse eine deutliche Belebung. Dazu trägt auch eine wesentlich schlankere Büroprojektpipeline bei. Diese sorgt für eine Fokussierung auf wenige, prestigeträchtige Büroobjekte in den Toplagen. Im Krisenjahr 2009 konnte man von solchen Abschlüssen im Spitzenmietbereich nur träumen.
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