Bundesgästehaus soll verkauft werden
15.8.2011, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Es ist ein geschichtsträchtiges Haus, was jetzt unter den Hammer kommt. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verkauft das Gebäude, in dem unzählige Politprominente genächtigt haben und in dem wichtige Verträge unterzeichnet wurden.

© Wikimedia Commons/Tohma
Zum ersten Mal mietete die Bundesregierung das Hotel 1955 an, um politische Gäste unterzubringen. Dann blieb das Gebäude lange Zeit ungenutzt, verfiel zusehends und wurde erst in den 1970er Jahren teilsaniert. 1973 nächtigte der sowjetische Staatschef Leonid Breschnew in dem Haus auf dem Petersberg. 1978 kaufte die Bundesregierung auf Drängen von Bundeskanzler Helmut Schmidt das 109 Hektar große Gelände mit allen Gebäuden für 18,5 Millionen Mark. Erst 1985 wurde der Bau für 137 Millionen Mark aufwendig saniert.
Neben Bill Clinton, Nelson Mandela oder Michail Gorbatschow nutzten auch andere Prominente das Hotel mit Blick auf den Rhein. 1995 heiratete Michael Schumacher in der Kapelle auf dem Petersberg seine Frau Corinna.
Seit 1990 wird das Hotel mit seinen 99 Zimmern von der Steigenberger-Kette betrieben und kann auch von Privatpersonen gemietet werden. Seit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin wird das Hotel nicht mehr gebraucht und soll nach Informationen der „Welt“ nun verkauft werden. Es werde ein offenes und transparentes Bieterverfahren geben, sagte ein Sprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben der Welt gegenüber. Der Verkauf soll bis Ende des Jahres über die Bühne gehen.
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