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Bundesregierung sucht Geldgeber für Deutsches Haus in Vietnam

17.4.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© Wikimedia Commons/Mike

Die Bundesregierung hegt Pläne für ein ehrgeiziges Bauvorhaben: Im kommenden Jahr möchte sie mit dem Bau eines Deutschen Hauses in Vietnam beginnen. Nun ist sie auf der Suche nach Geldgebern für die Vorzeige-Immobilie in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Bereits im Jahr 2011 hatte die Bundesregierung angekündigt, mit dem Deutschen Haus eine zentrale Anlaufstelle für Politik und Wirtschaft in Vietnam schaffen zu wollen. Rund 80 Millionen Euro möchte sie für das Bürobauobjekt ausgeben. Doch – anders als bei vergleichbaren Vorhaben – soll das Geld nicht aus dem deutschen Staatssäckel fließen. Statt dessen plant die Regierung, das Vorhaben mit Hilfe privater Investoren zu realisieren.

Rund 40.000 Quadratmeter Bürofläche soll das Deutsche Haus in der vietnamesischen Millionen-Metropole vorweisen können. Unter dem Dach des 20-geschossigen Neubaus sollen neben dem Deutschen Generalkonsulat Vertretungen zahlreicher deutscher Unternehmen untergebracht werden. Damit dient das Haus gleichsam als Anlaufstelle für den vietnamesischen Markt.

In der Regel wickelt des Auswärtige Amt Bauvorhaben in dieser Größenordnung über das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ab und behält damit seine Rolle als Bauherr. Das wird beim Deutschen Haus in Vietnam aber anders sein. Im Rahmen der Ausschreibung werden nämlich Nutzungsrechte an dem Grundstück im District I von Ho-Chi-Minh-Stadt verkauft. Bau, Finanzierung und Betrieb liegen laut Immobilien Zeitung ausschließlich in den Händen privater Immobilien-Investoren.

Beschlossen wurde das Bauprojekt innerhalb eines Regierungsabkommens von 2011. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte mit dem vietnamesischen Ministerpräsidenten Nguyen Tan Dung den Bau des Deutschen Hauses ausgehandelt. Bei der Projektabwicklung wird die Bundesregierung vom Entwicklungsmanager und Immobilienberater Sellhorn Hafkemeyer und der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer unterstützt.