Chinesen erobern den weltweiten Immobilienmarkt
25.1.2012, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Immer mehr gut betuchte Chinesen kaufen sich in Europa, Australien oder Amerika ein Haus oder eine Wohnung. Die einen wollen sich ein zweites Standbein im Westen schaffen, für andere ist die Investition eine sichere Geldanlage.
In Peking werden seit einiger Zeit in Kaufhäusern Börsen für Immobilien in Kanada, Amerika Australien oder Europa veranstaltet. Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr waren 29 Prozent der Immobilienkäufer in Vancouver chinesisch, in London waren es fünf Prozent und in Sydney sogar 60 Prozent.
Der Run auf ausländische Immobilien hat mehrere Gründe: In China ist es bis heute nicht möglich, Grund und Boden zu erwerben. Lediglich ein Nutzungsrecht von maximal 70 Jahren wird Käufern gewährt. Zudem schränkt das neue Anti-Spekulationsgesetz den Kauf von mehreren Immobilien ein. Hinzu kommt, dass in immer mehr chinesischen Provinzen die Immobilienpreise fallen. Der Euro steht dagegen so günstig wie noch nie für die Chinesen.
Einige Bewohner aus dem Reich der Mitte wollen sich mit dem Haus- oder Wohnungskauf ein zweites Standbein im Westen schaffen, andere sehen in dem Immobilienkauf eine sichere Geldanlage. Gefragt sind meist hochwertige kleine Apartments in einem Neubau in der Innenstadt. Interesse zeigen Chinesische Käufer aber auch an Häusern am Meer oder an ganzen Inseln.
Der europäische Immobilienmarkt hat sich mittlerweile auf die neue Käufergruppe eingestellt. So stampft die Firma Maxhard in Wales eine Siedlung aus dem Boden, deren Natursteinhäuser an Chinesen verkauft werden sollen. Zur Siedlung gehören ein chinesisches Restaurant, Supermärkte, Läden mit traditionell chinesischer Medizin und ein Dolmetscherservice. Das Kaufinteresse an Objekten in Deutschland ist dagegen eher gering. Wahrscheinlich sei die deutsche Wirtschaft noch zu stark, mutmaßt Hu Qianqian, Marketing-Direktor für die Übersee-Geschäfte des Immobilienanbieters SouFun gegenüber der FAZ.
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