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Serie über das Luxushotel Adlon: Schöne, Reiche und Skandale

20.7.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Gewerbeimmobilien

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Berliner Hotel Adlon

Berliner Hotel Adlon, © Wikimedia Commons/Arminia

Das Leben der Reichen und Schönen hat die Menschen seit jeher fasziniert. Was sich im Laufe der Geschichte im Berliner Luxushotel Adlon so alles zugetragen haben könnte, steht nun im Mittelpunkt eines Fernseh-Mehrteilers. Regisseur Uli Edel dreht die Reihe derzeit mit deutschen Stars wie Josefine Preuß und Marie Bäumer.

Das edle Hotel war 1907 in Berlin eröffnet worden. 1945 brannte es ab und wurde erst 1997 wieder eröffnet. Wie die rp-online.de berichtet, verband das Adlon zu Beginn des 20. Jahrhunderts feudalen Komfort mit großbürgerlicher Modernität, alten Prunk und neueste Technik. Das Edelhotel verfügte über ein Raucherzimmer, eine Bibliothek, war mit Musiksalon, Wintergarten und einem großen Ballsaal ausgestattet. Es gab fließend Wasser, Strom und sogar eine Heizung in jedem Zimmer.

20 Millionen Goldmark zahlten die Investoren derzeit für den Luxusbau. Das entspricht einer Summe von stolzen 350 Millionen Euro. Selbst Kaiser Wilhelm II., der gern im Hotel am Brandenburger Tor abstieg, gab 15 Millionen Goldmark zum Neubau dazu. Namhafte Gäste gab es zuhauf: John d. Rockefeller, Henry Ford und Charlie Chaplin gehörten zu den prominenten Besuchern der frühen Jahre. Kein Wunder, dass sich die Hotelgeschichte für einen Fernseh-Dreh eignet.

Doch auch die Inhaber-Familie Adlon bietet Stoff, aus dem TV-Träume sind. Louis Adlon, der das Haus nach dem Tod des Hotelgründers Lorenz zunächst mit seiner Schwester weiterführte, lernte im eigenen Haus die ehrgeizige Hedda kennen. Für sie verließ er seine Frau und die fünf Kinder.

In den 1920er-Jahren stieg das Adlon zur ersten Adresse in Berlin auf. Auch die Nazis sollen das Luxushotel geschätzt haben, wenngleich ihre erste Wahl damals auf den Kaiserhof fiel. Wie es 1945 zum Feuer in dem namhaften Hause kam, ist ungeklärt. Gerüchten zufolge sollen russische Soldaten im Keller gezecht und den Brand entfacht haben. Nur ein Gebäudeflügel blieb damals übrig. Zu DDR-Zeiten wurde er als Lehrlingswohnheim genutzt.

Nach der Wende wurde das renommierte Haus vom Fundus-Fonds unter der Führung von Anno August Jagdfeld wiedererrichtet, Pächter ist neben der Hotelbetreiberkette Kempinski die Adlon Holding. Die Rechte an dem Namen „Adlon“ wurden damals übrigens von jener Hedda Adlon gekauft.