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Deutsche Bank setzt auf Verbriefung von Immobilienkrediten

25.2.2011, geschrieben von in der Kategorie: Finanzen,Gewerbeimmobilien

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Deutsche Bank

© Wikimedia Commons/dontworry

Es gab schon längere Zeit Gerüchte, nun scheinen sie sich zu bestätigen: Die Deutsche Bank setzt wieder auf verbriefte Immobilienkredite. Nach der Finanzkrise ist das Bankhaus das erste in Europa, das diesen Schritt im großen Stil wagt.

In London soll laut manager magazin die Transaktion stattfinden, deren Verlauf von großem Interesse für die ganze Immobilienbranche ist. Denn das Geschäft mit der Verbriefung von Immobilienkrediten (CMBS) war im vergangenen Jahr fast vollständig zum erliegen gekommen. Nachdem viele der weltweit verkauften Papiere stark an Wert verloren hatten, zogen sich die Investoren aus dem Bereich zurück.

Nun wagt die Deutsche Bank einen Widereinstieg: Dem manager magazin zufolge vermelden einschlägige Kreise, dass der amerikanische Finanzinvestor Blackstone kurz davor steht, für 480 Millionen Pfund (570 Millionen Euro) das Bürogebäude Chiswick Park zu kaufen. Die Deutsche Bank soll den Quellen zufolge drei Viertel der Kaufsumme bereitstellen, die Kredite anschließend verbriefen und an Investoren verkaufen wollen. Offiziell bestätigen wollte den Deal jedoch weder Blackstone noch die Deutsche Bank.

Ob der Markt mit den Verbriefungen wieder auf Touren kommt, hängt auch wesentlich von der Reaktion der Rating-Agenturen ab. Die drei Branchenführer Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch Ratings hatten in der Vergangenheit Papiere positiv bewertet, hinter denen wertlose Immobilien standen und dafür harsche Kritik einstecken müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass die Agenturen nun sehr vorsichtig in ihrer Einstufung der Verbriefungen sein werden. Moody’s kündigte laut dem manager magazin bereits an, dass sie nicht zögern würden, CMBS mit zweitklassigen Immobilien dahinter herabzustufen.

Umso interessanter ist nun die Reaktion auf die Papiere der Deutschen Bank – und zwar von den Investoren als auch den Ratingenturen.