Deutscher Mieterbund fordert Obergrenzen für Mieten
28.9.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Der Deutsche Mieterbund fordert gesetzliche Obergrenzen für Mieten. Andernfalls könnte das Wohnen in Ballungsgebieten für viele unbezahlbar werden. Im Durchschnitt bezahlen Mieter heute mehr als ein Drittel ihres Haushaltsnettoeinkommens für Miete und Nebenkosten.
Das sei so viel wie noch nie, zitiert sueddeutsche.de den Präsidenten des Deutschen Mieterbundes (DMB), Franz-Georg Rips. Besonders hart treffe es nach DMB-Angaben die Menschen in Groß- und Universitätsstädten, in denen der Wohnraum ohnehin knapp sei. So fehlen in zehn deutschen Städten mit dem engsten Wohnungsmarkt insgesamt 100.000 Mietwohnungen.
Am schlimmsten sieht es demnach in München aus, wo 31.000 Wohnungen fehlen. Es folgen Frankfurt mit 17.500 fehlenden Wohnungen und Hamburg mit 15.000. Das schlägt sich auch in den Mietkosten nieder. Während die Menschen bundesweit im Durchschnitt rund 34,4 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für Mieten und Nebenkosten ausgeben, sind es in München bis zur Hälfte des verfügbaren Einkommens.
Sueddeutsche.de zitiert die Vorsitzende des Münchner Mietervereins, Beatrix Zurek, mit einem krassen Beispiel aus Ludwigsvorstadt: Dort soll eine 28 Quadratmeter große Wohnung für 1490 Euro im Monat vermietet werden. Das sind 53,20 Euro pro Quadratmeter. Zurek, die auch als SPD-Frau im Münchner Stadtrat sitzt, warnte, Wohnungen dürften nicht in die Hände geldgieriger Investoren fallen.
Der Mieterbund fordert deshalb eine gesetzliche Regelung. Demnach sollen Mieten bei Neuverträgen höchstens zehn Prozent über den ortsüblichen Mietpreisen liegen dürfen. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmer (GdW) sieht die Lage anders. Nach dessen Ansicht seien nicht die Kaltmieten, sondern die Nebenkosten das größte Problem für Mieter. Die steigenden Energiepreise trieben die Wohnkosten in die Höhe. Seit dem Jahr 2000 seien die Kaltmieten in Deutschland laut GdW um nur 14 Prozent gestiegen.
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