Deutscher Mieterbund klagt: 2 Millionen altengerechte Wohnungen fehlen
11.5.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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Der Deutsche Mieterbund (DMB) schlägt Alarm: Bis zum Jahr 2025 könnten insgesamt 2 Millionen altengerechte Wohnungen in Deutschland fehlen. Die Interessensvertretung der deutschen Mieter spricht von einer bevorstehenden „grauen Wohnungsnot“.
Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung des Deutschen Mieterbundes heißt, sei die Schaffung von altengerechten Wohnungen eine der drängendsten sozialen und wohnungspolitischen Fragen der kommenden Jahre. „Wenn jetzt nicht die Weichen für einen barrierearmen oder barrierefreien Aus- und Umbau der Wohnungsbestände gestellt werden, droht eine graue Wohnungsnot“, sagt der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten. Die Bundesregierung dürfe nicht länger die Hände in den Schoß legen. Ab sofort müssten jährlich rund 150.000 altengerechte Wohnungen durch Neu-, Um- oder Ausbau geschaffen werden. Siebenkotten: „Da reichen KfW-Darlehen allein nicht aus.“
Wie der DMB weiter mitteilt, wird nach Angaben des statistischen Bundesamtes die Zahl der über 80-Jährigen von heute rund 3,7 Millionen auf 5 Millionen steigen. Gleichzeitig, so prognostiziert das Pestel-Institut, wird schon im Jahr 2025 in jedem vierten Haushalt mindestens ein Haushaltsmitglied leben, das älter als 70 Jahre ist. Dem gegenüber steht der schon heute offensichtliche Mangel an alten- und behindertengerechten Wohnungen. Nur 5 Prozent aller Senioren leben überhaupt in einer solchen Umgebung.
Der Mieterbund bringt eine gehörige Portion Schärfe in die politische Diskussion. Siebenkotten wirft der Bundesregierung vor, dass sie nicht nur nichts unternehme. Im Gegenteil: Sie behindere den Aus- und Umbau der dringend benötigten Wohnungen, indem sie die bisher schon zu geringen Mittel in Fördermittel in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro für den Ausbau altengerechten Wohnens kappe. „Das ist das falsche Signal. Wir brauchen eine deutliche Aufstockung der öffentlichen Fördermittel und keine Streichung“, so der Direktor des Deutschen Mieterbundes. Darüber hinaus sollten auch steuerliche Anreize und die soziale Wohnraumförderung durch die Länder stärker ausgebaut werden.
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