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Deutscher Mieterbund moniert: Mieter in Großstädten werden zunehmend unter Druck gesetzt

23.8.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/ Dirk Ingo Franke

Der Wohnungsmarkt in deutschen Großstädten und Ballungszentren boomt. Das bekommen immer häufiger Mieter mit alten Verträgen zu spüren. Sie werden zunehmend von Vermietern unter Druck gesetzt. Hintergrund: Wenn neue Mieter einziehen, können Vermieter eine deutlich höhere Miete verlangen.

Die Augsburger Allgemeine verweist auf einen Bericht des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“ wonach die Mietervertreibung in Berlin, Hamburg und München zum Teil drastische Ausmaße annimmt. Der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, wird zitiert: “Es ist im Moment besonders lukrativ, Altmieter loszuwerden, weil in Deutschland die Neuvertragsmiete keiner Grenze unterworfen ist und man daher nahezu jeden Preis da nehmen kann, wo es der Markt hergibt.“ Das sei vor allem in Ballungszentren der Fall.

Die Schikanen gegenüber Mietern hätten deutlich zugenommen. Zum Teil werde Psychoterror ausgeübt. Als Beispiel nennt Siebenkotten einen Fall, in dem die Scheiben eines Mieters zugeschüttet worden seien. In anderen Fällen seien die Bauarbeiter während Sanierungsmaßnahmen besonders rabiat vorgegangen. Die Mieter hätten unter massivem Baulärm, zugemauerten Fenstern, aufgerissenen Wänden, demontierten Aufzügen oder einer monatelang unterbrochenen Strom- und Gasversorgung gelitten.

Gerade sozial Schwache würden in den Metropolen zunehmend an den Stadtrand gedrängt, wo die Mieten in der Regel günstiger seien. Mieterschutzverbände fordern schon länger eine Obergrenze bei Neuvermietungen. Außerdem müsse geklärt werden, inwieweit Kosten für Sanierungsmaßnahmen auf die Miete umgelegt werden dürften.