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Die Angst vor der Immobilienblase

04.6.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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Immobilienpreise

Immobilienpreise, © fotolia.com

Immer mehr Deutsche fürchten sich vor einer Immobilienblase – laut einer Studie inzwischen jeder Dritte. Und in der Tat sind die Preise im vergangenen Jahr ungewöhnlich stark gestiegen und Kreditzinsen sehr günstig. Experten geben jedoch Entwarnung.

Besonders in Bayern fürchten die Menschen eine Blase, hier hält sogar laut Welt.de jeder Zweite die Preisentwicklungen für gefährlich. Im Bundesdurchschnitt glaubt jedoch eine Mehrheit von 59 Prozent nicht an eine Überhitzung des Marktes und einen anschließenden Preisverfall – das ergab eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Stuttgarter Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische (W&W).

Die Befürchtungen sind nicht unbegründet: Nach Berechnungen der Bundesbank sind die Immobilienpreise vergangenes Jahr in 125 deutschen Städten durchschnittlich um 5,5 Prozent gestiegen, im Jahr zuvor betrug die Teuerung nur 2,5 Prozent. Zudem können sich durch das immer noch niedrige Zinsniveau mehr Menschen einen Immobilienkauf leisten – und haben das auch vor. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger halten den jetzigen Zeitpunkt für günstig, einen Kauf zu realisieren. Zwei Drittel der Deutschen sehen eine Immobilie grundsätzlich als sicherste Geldanlage.

Trotz dieser Voraussetzungen teilen viele Experten die Befürchtungen nicht. Grund: Seit Mitte der 90er Jahre sanken die Immobilienpreise in Deutschland für ca. zehn Jahre, der nun sprunghafte Anstieg kann deshalb als „Nachholbedarf“ eingestuft werden. Immobilienprofis erwarten zudem in diesem Jahr eine bereits gebremste Teuerung.