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Donald Trump meldet sich auf dem amerikanischen Immobilienmarkt zurück

02.4.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/Boss Tweed

Seine Geschäfte liefen schon immer nach dem Motto „Nicht kleckern, sondern klotzen“. Diese Risikobereitschaft hat dem amerikanischen Projektentwickler Donald Trump manch finanzielles Problem eingebracht. Nun meldet sich der Geschäftsmann auf dem US-Immobilienmarkt zurück. Dort will er mit Großprojekten klotzen.

Anfang des Jahres machte Donald Trump von sich reden, als er für 150 Millionen Dollar ein Golf Ressort aus der Insolvenz kaufte. Wie das Wall Street Journal Deutschland berichtet, hat Trump mit seinem Partner Colony Capital LLC rund 200 Millionen Dollar in den Umbau des Old-Post-Office-Gebäudes in Washington zu einem Hotel gesteckt.

Alles andere als bescheiden ist auch sein nächstes Immobilienprojekt: Um nachrangige Kredite abzulösen, legte er für seinen Trump International Hotel and Tower in Chicago stolze 48 Millionen Dollar auf den Tisch. Für das zweitgrößte Gebäude in Chicago stand Trump bei seinen Gläubigern bis dato mit rund 130 Millionen Dollar in der Kreide.

Trump setzt derzeit offenbar darauf, dass die Preise für teure Apartments oberhalb der Millionen-Dollar-Grenze wieder klettern. Ob Trump aber mit seiner Investition in Chicago überhaupt Gewinne macht, ist nicht durchschaubar. Er selbst sagte in einem Interview, dass er seine Investitionen als abgeschrieben betrachte. Etwa ein Drittel der 486 Wohnungen in dem Gebäude ist noch nicht verkauft. Auch von den als Hotelzimmer zur Verfügung stehenden 339 Apartments sind nur 159 verkauft.

Das Verhalten des risikobereiten Projektentwicklers deckt sich mit der Ansicht von Immobilienfachleuten, dass sich auch auf dem amerikanischen Markt Investitionen in Stein und Beton wieder lohnen. Sie punkten wieder deutlich vor Aktien oder Anleihen. Anders als in Europa aber stehen in den USA zur Finanzierung von Immobiliengeschäften derzeit keine zinsgünstigen Kredite zur Verfügung. Wer Hotels, Wohnungen oder Häuser erwerben möchte, muss eigenes Geld mitbringen.

Donald Trump macht als Investor seit mehr als 20 Jahren von sich reden. Als er Anfang der 90er-Jahre in den Immobilienmarkt einstieg, investierte er immense Summen. Die anhaltende Rezession kostete Trump damals einige Millionen Dollar. Nach der Krise schaffte Trump allerdings ein Comeback. Heute, so Fachleute, sei er aber zu weniger riskanten Geschäften bereit als in seinen Anfangsjahren. Was aber ist Risikobereitschaft? Beim Blick auf die derzeitigen Investitionssummen alles eine Frage der Interpretation.