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Düsseldorfer Investor bietet für 3.200 Schlecker-Filialen

05.4.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog,Gewerbeimmobilien

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Schlecker-Filiale

Schlecker-Filiale, © Wikimedia Commons/Huhu Uet

Nach der Insolvenz der Drogeriekette Schlecker gibt es Hoffnung auf einen Fortbestand der 3.200 deutschlandweit verbliebenen Filialen. Der Düsseldorfer Unternehmensberater und Finanzinvestor Droege soll ein schriftliches Gebot für die Filialen von Schlecker abgegeben haben. Damit kommt Bewegung in die zukünftige Entwicklung von tausenden Immobilien in ganz Deutschland.

Laut Nachrichtenagentur Reuters ist Droege nicht der alleinige Bieter. Bis zum 30. April hatten interessierte Investoren Zeit, sich bei Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz um die 3.200 Schlecker-Filialen zu bewerben. Wie ein Sprecher von Geiwitz erklärte, sollen fünf ernstzunehmende Bieter im Rennen sein. Sie dürfen sich nun einen Eindruck vom Zustand des insolventen Unternehmens machen und einen Blick in die Bilanzen werfen. Ob Droege zu diesem Kreis gehört, ließ das Büro des Insolvenzverwalters offen.

Wer auch immer die Drogeriekette erwerben möchte, sollte auf jeden Fall das nötige Kleingeld mitbringen. Allein für den Kauf des Warenbestands in den Lagern und den verbliebenen Filialen sowie für den Umbau zahlreicher Geschäfte müsste ein Käufer einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag aufbringen.

Die Insolvenz des Drogerie-Riesen betrifft zahlreiche Städte und Gemeinden in ganz Deutschland. Immerhin zählte das Unternehmen vor der Insolvenz rund 7.200 Filialen in ganz Deutschland. In den vergangenen Wochen wurde in mehr als der Hälfte von ihnen der Schlüssel umgedreht. Die leerstehenden Immobilien werden vielerorts nun  zur Weitervermietung angeboten.

Schon im Vorfeld der Schließungen hatte der Immobilienverband Deutschland (IVD) beschwichtigt, dass die Schlecker-Pleite den Markt für Einzelhandelsimmobilien nur bedingt verändern werde. Zwar seien durch die Vielzahl der Immobilien viele Standorte betroffen. Die Einzelhandelsstruktur der betroffenen Kommunen gerate aber durch einen Schlecker-Rückzug nicht in Schieflage, sagt Professor Stephan Kippes vom IVD-Marktforschungsinstitut. Denn Schlecker wirke nicht als Magnetmieter.