Ehemaliger Sowjet-Politiker zahlt Vermögen für Berlusconi-Villa
08.10.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Bunga-Bunga, Sardinien, Silvio Berlusconi, Villa
Stolze 470 Millionen Euro soll ein ehemaliger Sowjet-Politiker für die „Villa Certosa“ von Silvio Berlusconi zahlen. Ein Vorvertrag für den Immobilien-Deal soll bereits unterzeichnet sein. Die Villa auf Sardinien wurde unter anderem durch die berüchtigten „Bunga-Bunga“-Partys von Berlusconi bekannt.
Und nicht nur wegen „Bunga-Bunga“ ist das Geschäft spektakulär: Die Berliner Zeitung zitiert den italienischen „Corriere della Sera“ wonach weltweit noch nie eine Privat-Immobilie für so viel Geld verkauft worden ist. Ende Oktober soll der Eigentümer-Wechsel amtlich und der russische Magnat als neuer Besitzer ins Grundbuch eingetragen werden.
Der ehemalige italienische Ministerpräsident Berlusconi hatte die Villa Certosa jahrzehntelang als Sommerresidenz genutzt. Als Staatschef hatte er dort namhafte Gäste wie Vladimir Putin oder Tony Blair empfangen. Bekannt wurde die Villa aber durch andere Gäste.
So hatten Augenzeugen berichtet, Berlusconi habe leicht bekleidete junge Frauen per Hubschrauber auf sein Anwesen bringen lassen. Schlagzeilen machte er mit einer Beziehung zu dem damals minderjährigen Escort-Mädchen Ruby. In dem Zusammenhang wurde auch bekannt, dass Berlusconi gegenüber den Frauen stets von „Bunga-Bunga“ gesprochen haben soll, wenn er Sex wollte. Nach Bekanntwerden der besagten Partys muss sich Berlusconi nun in Mailand vor Gericht verantworten. Vorwürfe: Amtsmissbrauch und Umgang mit minderjährigen Prostituierten.
Spielraum für allerlei Unternehmungen bietet die Luxus-Villa in jedem Fall: Zur Berlusconi-Villa gehört ein 120 Hektar großes Gelände mit mehreren Gebäuden. Die Wohnfläche beträgt insgesamt 4.500 Quadratmeter. Das Anwesen verfügt über fünf Pools, Wasserfälle, eine künstliche unterirdische Grotte, ein Amphitheater sowie einen künstlichen Vulkan. 130 Angestellte hat Berlusconi beschäftigt, die sich um den riesigen Haushalt kümmern.
Offiziell hieß es, Berlusconi sei nach dem „Bunga-Bunga“-Skandal die Freude an dem Anwesen vergangen. Italienische Medien berichten aber, dass der ehemalige Staatschef dringend Geld brauche. Sein Medien-Konzern wurde 2011 zur Zahlung von 560 Millionen Euro an eine Konkurrenz-Firma verurteilt.
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