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Eigenheim: Pfusch am Bau ist an der Tagesordnung

17.12.2012, geschrieben von in der Kategorie: Bauen,Blog

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Baustelle

Baustelle, © Fotolia.com/Daniel Bujack

Niedrige Hypothekenzinsen und der Wunsch nach Investitionen in Betongold: Der Bauboom in Deutschland ist ungebrochen. Doch wer sich den Traum vom eigenen Haus erfüllt, muss oftmals mit Problemen rechnen. Pfusch am Bau ist an der Tagesordnung.

Dieser Ansicht ist zumindest Dieter Ansorge. Wie welt.de berichtet, hat der Architekt und Bauingenieur eine Buchreihe für den Verlag des Fraunhofer-Informationszentrums Raum und Bau geschrieben. Herausgekommen ist ein Werk über Schlamperei beim Hausbau, rund 2.000 Seiten dick.

Ansorge kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland derzeit so viel gebaut werde wie seit Jahren nicht. Im Jahr 2011 sind insgesamt 90.000 Ein- und Zweifamilienhäuser entstanden. Das sind 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Das Gros der Bauherren entscheide sich heute für eine schlüsselfertige Bauweise.

Viele Häuslebauer wollten ein preiswertes Haus mit viel Komfort. Die Baufirmen ihrerseits möchten mit den Häusern von der Stange möglichst viel Gewinn erzielen. Die Folge: Häufig kommen billige Materialien zum Einsatz. So ließen sich laut Ansorge zum Beispiel undichte Keller, feuchte Wände und Böden und schließlich auch Schimmelbefall erklären.

Am Ende, so welt.de, bleiben die Bauherren oft auf den Kosten und dem Ärger sitzen. Viele Interessenten hätten viel Geld verloren – und verfügten am Ende noch nicht einmal über ein bewohnbares Haus.