Einfamilienhäuser: Immobilienpreise im Hamburger Umland legen zu
08.6.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Immobilien-Märkte
Folgende Tags wurden vergeben: Einfamilienhäuser, Hamburg, Preisanstieg, Sylt
Der Immobilienmarkt ist in Bewegung. Das niedrige Zinsniveau sorgt derzeit für eine rege Nachfrage nach privaten Eigenheimen. Wie Immobilienprofis beobachten, sind insbesondere Einfamilienhäuser im mittleren Preissegment aktuell stark nachgefragt.
Niedrige Zinsen und eine hohe Nachfrage nach Einfamilienhäusern – diese Tendenz ist derzeit klar erkennbar. „Unsere Vermittlungsergebnisse in den ersten fünf Monaten unterstreichen diese Entwicklung voll und ganz“, erklärte Eckhard Schwill, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH (LBS-I) gegenüber WELT ONLINE, „Immobilien, besonders gebrauchte Einfamilienhäuser im mittleren Preissegment zwischen 170.000 und 280.000 Euro, werden noch stärker nachgefragt.“
Spürbar wird dieser Trend vor allem im Hamburger Umland. In Reinbek, Ahrensburg, Rellingen, Norderstedt, Wedel und Pinneberg – mit Preisen zwischen 2.000 und 2.500 Euro pro Quadratmeter – müssen Käufer im Segment Einfamilienhäuser wegen der unmittelbaren Nähe zur Metropole Hamburg deutlich tiefer in die Tasche greifen als zum Beispiel in Mölln, Neumünster, Plön, Ratzeburg, Elmshorn oder in Rendsburg. Hier geht es preistechnisch weitaus moderater zu: Bei Einfamilienhäusern liegt der Kaufpreis pro Quadratmeter zwischen 1.000 und 1.500 Euro.
Hohe Nachfrage, niedriges Angebot – diesen Trend beobachten die Immobilien-Experten der LBS seit etwa einem Jahr auf der Nordseeinsel Sylt. Wie aus einer aktuellen landesweiten Umfrage in den 30 Gebietsleitungen der LBS-I hervorgeht, wurden für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser zum Teil erhebliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr ermittelt.
Ähnliche Preissteigerungen gab es nach Angaben von LBS Immobilien auch in der Lübecker Innenstadt (7,2 Prozent), Travemünde (7,1), Kappeln und Timmendorfer Strand (jeweils 7,0 Prozent). Ebenfalls mit einem deutlichen Plus: Ahrensburg (6,9 Prozent), Husum (6,4), Reinbek (6,3) und natürlich Sylt (6,5) auf.
Weitaus geringer ist der Preisschub für Immobilien laut LBS-I auf den Sylter Nachbarinseln Amrum und Föhr (3,0 Prozent), in Mölln (3,1), Neumünster (2,7), im Lübecker Umland (2,0) oder in Bad Oldesloe (2,4). Und: In nur zwei der erfassten Regionen können sinkende Preise konstatiert werden. Niebüll und Umland verzeichneten ein Minus von 5,5 Prozent, Wilster und Umland kommen auf Minus 1,7 Prozent.
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