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Einigung bei Solarförderung: Regierung verschiebt Subventionsstopp

27.6.2012, geschrieben von in der Kategorie: Finanzen

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© Wikimedia Commons/ Mhassan abdollahi

Im Streit um die geplante Kürzung der Solarförderung zeichnet sich eine Lösung ab. Demnach sollen die staatlichen Subventionen erst auslaufen, wenn in ganz Deutschland eine Solarleistung von 52.000 Megawatt installiert ist. Derzeit leisten alle Solaranlagen des Landes zusammen rund 28.000 Megawatt.

Zu diesem Ergebnis kamen die Vertreter von Bundestag und Bundesrat nun im Vermittlungsausschuss. Wie die Zeitung Welt aus Koalitions- und Oppositionskreisen berichtet, soll die Förderung erst ab der 52.000-Megawatt-Grenze gestoppt werden.

Wer eine größere Solaranlage von 10 bis 40 Kilowatt Leistung zum Beispiel auf den Dächern von Bauernhöfen oder Lagerhallen installieren möchte, kann sich freuen: Denn solange die Gesamtleistung in Deutschland noch nicht überschritten ist, sind die Einschnitte bei der Solarförderung weniger dramatisch als zunächst geplant. So soll für Dachanlagen dieser Größenordnung eine neue Förderkategorie geschaffen werden. Für zwei Jahrzehnte soll ein Strompreis von 18,5 Cent je Kilowattstunde garantiert werden.

Besitzer von Einfamilienhäusern oder kleineren Gebäuden haben das Nachsehen: Bei Anlagen von unter 10 Kilowatt Leistung soll es bei den geplanten Kürzungen um 20 bis 30 Prozent bleiben. So garantiert der Staat künftig für kleinere Dachanlagen eine Einspeisevergütung von 19,5 Cent je Kilowattstunde. Bisher sind es 24,43 Cent.

Tatsächlich wird sich diese Kürzung bei den deutschen Verbrauchern nicht bemerkbar machen. Denn selbst bei diesen verminderten Einspeisevergütungen ist der Strom noch drei Mal so teuer als herkömmlich produzierte Energie und immerhin noch doppelt so teuer wie Strom aus Windkraft. Die Umlage nach Energie-Einspeise-Gesetz (EEG), mit der die deutschen Verbraucher den Öko-Strom subventionieren, wird weiter steigen.

Branchenkenner rechnen nicht damit, dass der Aufschub der Kürzungen für größere Anlagen der deutschen Solarindustrie helfen wird. Sie gehen eher davon aus, dass die nun getroffene Einigung eher den Bau größerer Solarparks ankurbeln wird. Und die werden in der Regel mit Billigmodulen aus China bestückt. Dabei hatte die Opposition mit Blick auf die deutsche Solarbranche die geplanten Subventionskürzungen der schwarz-gelben Bundesregierung blockiert. Nun ist zwar ein Kompromiss gefunden – am Ergebnis ändert sich aber wohl kaum etwas.