Einigung in Sachen Elbphilharmonie: Hochtief baut weiter
06.7.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Bauen,Blog
Folgende Tags wurden vergeben: Elbphilharmonie, Hamburg, Hochtief
Monatelang ging gar nichts auf der wohl imposantesten Baustelle Deutschlands. Nun wird wieder gebaut. Die Stadt Hamburg und die ausführende Firma Hochtief haben sich nach langen Streitereien über die Zukunft des ehrgeizigen Bauprojektes verständigt. Ab 2015 soll in dem Bauwerk die Musik spielen.
Wie die Welt berichtet, wollen die Stadt und der Baukonzern das Konzerthaus im Hamburger Hafen gemeinsam weiterbauen. Die ins Gespräch gebrachte Kündigung der Verträge dürfte damit kein Thema mehr sein. Die Stadt Hamburg sieht ihre Wünsche erfüllt, denn sie habe von Hochtief nun einen konkreten Zeitplan für den Fortgang der Arbeiten erhalten. Außerdem setzte sie sich mit ihrer Forderung nach einem Schiedsgerichtsverfahren durch. Die Planungen werden Hochtief und ein Architektenteam um Herzog & de Meuron gemeinsam übernehmen.
Hochtief freut sich seinerseits, dass sich die Stadt nun doch darauf eingelassen hat, das von der Konstruktion her äußerst anspruchsvolle Saaldach nur in Begleitung eines Gutachterverfahrens weiterbauen zu lassen. Nun geht Hochtief davon aus, dass das Glasdach innerhalb eines Jahres fertiggestellt werden kann.
Das Schiedsgerichtsverfahren wird nun den weiteren Fortgang des Projektes begleiten. So möchten beide Seiten zunächst über weiterhin strittige Fragen wie die Kostensteigerungen und Bauverzögerungen weiter verhandeln. Alle Probleme, die die beiden Vertragspartner nicht außergerichtlich klären können, sollen abschließend und innerhalb kürzester Zeit durch das Schiedsgericht entschieden werden.
Kaum, dass sich die Stadt Hamburg und Hochtief in diesen Punkten geeinigt und damit den Weg für den Fortgang der Bauarbeiten freigemacht haben, wird Kritik an der Lösung laut. Vor allem Politiker der Opposition in Hamburg bezweifeln, ob damit tatsächlich eine abschließende Regelung getroffen wurde.
Derweil drohen die Kosten für die Baumaßnahme weiter aus dem Ruder zu laufen. Bisher wird die Stadt Hamburg rund 323 Millionen Euro für die Elbphilharmonie zahlen müssen. Es stehen aber noch Nachforderungen in Höhe von 100 Millionen Euro im Raum. Eingangs war der Bau mit gerade einmal 77 Millionen Euro veranschlagt worden.
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