Energetische Sanierungsmaßnahmen und Artenschutz vereinen
13.3.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Bauen
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Energetische Sanierungsmaßnahmen und Artenschutz passen nicht immer zusammen. Denn wer die Wände seines Altbaus dämmt, den Dachboden isoliert und schadhaftes Mauerwerk schließt, verdrängt damit oftmals Vögel und Fledermäuse aus ihren angestammten Lebensräumen. Wer bei den Baumaßnahmen aber einige Hinweise beachtet, kann Energiesparen und Artenschutz unter einem Dach vereinen.
Vögel und Fledermäuse suchen vor allem in Städten gern Unterschlupf in alten Häusern. Lebensräume finden sie vor allem in älteren Gebäuden in Löchern, Spalten und stillen Winkeln. Wer diese schadhaften Stellen im Zuge von energetischen Sanierungsmaßnahmen schließt, nimmt der heimischen Tierwelt ihre Rückzugsräume. Betroffen sind vor allem Vögel wie Mauersegler, Sperlinge, Hausrotschwanz sowie Fledermäuse.
Dabei können Bauherren artgerechte Lebensräume bei den Sanierungsmaßnahmen von vorn herein berücksichtigen. So lassen sich unter Dachüberständen ganz einfach spezielle Nistkästen anbringen. Im Handel sind sogenannte Fledermausziegel erhältlich, in denen die kleinen Säugetiere artgerechten Unterschlupf finden.
Wer es eine Nummer größer liebt, und eventuell schon ein Vogelhaus besitzt, kann sogar Quartiere für Turmfalken und Schleiereulen schaffen. Wie der Naturschutzreferent der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr. Volker Wachendörfer, gegenüber Deutschlandfunk erklärt, gibt es auch für Greifvögel spezielle Nisthilfen. Für sie bieten sich sogenannte Fassadenkästen oder Niststeine an, die in die Fassade integriert werden. Lediglich das Einflugloch sei von außen sichtbar.
Dabei ist zu beachten, dass die Baumaßnahmen nicht ausgerechnet in der Brutzeit beginnen. Und: Neue Nisthilfen sollten an den Stellen angebracht werden, an denen die Tiere zuvor schon Unterschlupf gesucht haben. Bei Fragen helfen ehrenamtliche Naturschützer von BUND oder NABU vor Ort weiter.
Quelle: Deutschlandfunk
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