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Energieriese RWE will fortan keine Atomkraftwerke mehr bauen

29.10.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© Fotolia/ danielschoenen

Zeitenwende beim Energieriesen RWE: Der Konzern kündigte an, in Zukunft keine Atomkraftwerke mehr bauen zu wollen. Statt dessen setzt RWE voll und ganz auf die Energiewende und will nun auch in Solarenergie investieren.

Wie die Zeit in ihrer Online-Ausgabe berichtet, beendet der neue RWE-Chef Peter Terium damit den Pro-Atom-Kurs seines Vorgängers Jürgen Großmann. So soll RWE planen, die britische Atomtochter Horizon zu verkaufen. Diese betreibt RWE bisher gemeinsam mit dem Energiekonzern E.on. Schon im März hatten die beiden Energieversorger ihre Pläne zum Bau neuer Atomkraftwerke in Großbritannien verworfen und statt dessen den Verkauf von Horizon angekündigt. Ursprünglich wollten die beiden Konzerne mit ihrem Joint Venture bis zum Jahr 2025 neue Kernkraftwerke mit einer Leistung von rund 6.000 Megawatt errichten.

Nun interessiert sich der japanische Hitachi-Konzern für die Atomtochter Horizon. Eine RWE-Sprecherin bestätigte, dass die Verhandlungen weit fortgeschritten seien.

Derweil setzt RWE nach dem innerdeutschen Abschied von der Atomenergie auch international auf alternative Energiequellen. Laut RWE-Chef Terium sei der Konzern verspätet in dieses Geschäft gestartet, wolle aber nun aufholen.

Deshalb plant der neue Konzernchef, in den kommenden Jahren das Geschäft mit Solarparks auszubauen. Terium bezeichnete es als „Fehler“, dass RWE die Solar-Technik über viele Jahre abgelehnt habe. Teriums Vorgänger Großmann soll Solaranlagen in Deutschland gar als so sinnvoll „wie Ananas züchten in Alaska“ bezeichnet haben.