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Energiewende auf Arabisch: Ölstaaten sehen Zukunft im Solarstrom

11.12.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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Wüste in Katar

Wüste in Katar, © Wikimedia/Diliff

Mit der Energiewende tut sich Deutschland in diesen Tagen schwer. Nun zeigen die Ölstaaten, wie sie langfristig unabhängig werden wollen von Öl und Erdgas. Katar und seine Nachbarstaaten planen gigantische Investitionen in den Einsatz von Solarenergie. Denn neben den fossilen Rohstoffen verfügen sie auch über regenerative Energie aus der Sonne in Massen.

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche wollen Katar und seine Nachbarn schrittweise die Energiewende vorantreiben und dazu ein Investitionsvolumen einsetzen, das die Bemühungen hierzulande in den Schatten stellt. Profitieren könnten von dem Einsatz auch die Staaten in kühleren Regionen. Denn die geplanten Investitionen in Sonnenwärmekraftwerke könnten die Technologie weltweit bezahlbar machen.

Während der Klimakonferenz in Doha/Katar wurde bekannt, dass der Wüstenstaat Katar bis 2020 eine Kapazität von 1,8 Gigawatt Solarkraft installieren möchte. Bis 2030 soll knapp ein Drittel der Energie des Ölstaates aus regenerativen Quellen stammen. Auch Nachbar Saudi-Arabien hegt ehrgeizige Pläne. Dort sollen in den kommenden 20 Jahren 110 Milliarden Dollar in einen Kraftwerkspark investiert werden. Gesamtleistung: 41 Gigawatt. Bis 2032 könnte die Sonne so ein Drittel des saudi-arabischen Strombedarfs liefern.

In Abu Dhabi werden 15 Milliarden Dollar für Investitionen in Solarstrom bereitgestellt. In Dubai entsteht derzeit ein 1-Gigawatt-Solarpark. Auch Kuwait möchte bis 2030 zumindest 15 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien gewinnen.

Sorgen über etwaige Kosten der Energiewende brauchen sich die Saudis im Gegensatz zum deutschen Bundesumweltminister nicht zu machen. Ausreichend Geld für den Ausbau der erneuerbaren Energien liefern Öl und Erdgas allemal.