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Energiewende sei Dank: Industriebrachen werden für Investoren wieder interessant

03.9.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© Wikimedia Commons/ Philipp Hertzog

Die Energiewende birgt unerwartete Perspektiven für die Industriebrache: Was bisher als marode Fabrikhalle ein Dasein fristete, könnte schon bald als riesige Solarfläche dienen. Auch Abraumhalden werden interessant. Über Müll oder Schutthalden könnten sich schon bald unzählige Windräder drehen. Fakt ist: Solarkraftwerke und Windparks brauchen viel Platz.

So ist die Nachfrage nach Grundstücken für Solarkraftwerke und Windparks in den vergangenen beiden Jahren enorm gestiegen. Ein Trend, den auch Eigentümer von Brachflächen für sich erkannt haben. So argumentiert zum Beispiel die Montanindustrie bei ihren Versuchen, Abraumhalden auf den Markt zu bringen, unter anderem mit neuen Nutzungsmöglichkeiten in Sachen regenerativer Energie. Das berichtet faz.net und zitiert Hans-Peter Noll, den Vorsitzenden der Geschäftsführung von RAG Montan Immobilien: „Wir treiben das massiv voran.“

Sowohl Nordrhein-Westfalen als auch das Saarland hätten einen Nachholbedarf, Flächen für regenerative Energieträger zu erschließen. Noll: „An der Stelle können wir mit unseren Flächen einen Beitrag leisten.“ Dabei hat vor allem der auslaufende Bergbau mit seinen vielen Standorten an der Saar und im Ruhrgebiet einiges an Fläche zu bieten. Die Immobiliengesellschaft des Kohlekonzerns RAG verwaltet, entwickelt und vermarktet enorme Flächenareale des Steinkohlebergbaus, dessen Tage 2018 in Deutschland gezählt sein sollen: immerhin 12.000 Hektar.

Hatte die RAG bisher als Nachfolgenutzung eher Logistikzentren, Gewerbegebiete, Wohnen und Büros im Visier, verspricht sich das Unternehmen nun von der regenerativen Energie gute Impulse für die Flächenvermarktung.

Erste Projekte sollen 2013 konkret werden. So möchte die RAG Montan Immobilien gemeinsam mit dem niederrheinischen Energieversorger Enni und Mingas-Power rund um die Halde Kohlenhuck bei Moers fünf Windenergieanlagen bauen und betreiben. Sie sollen mit einer Leistung von 16 Megawatt Ökostrom für rund 12.000 Haushalte