Erneuerbare Energien: Herbe Kürzungen bei Förderung von Solarenergie
23.2.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Bauen,Finanzen
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Weiterer Rückschlag für die Solarbranche: Die Subvention der erneuerbaren Energien soll in den nächsten Monaten deutlich gekürzt werden. Damit wird es für Investoren noch uninteressanter, Photovoltaik-Anlagen oder Solaranlagen zur Nutzung von Sonnenenergie im privaten Wohnungsbau einzusetzen. Die Solarindustrie befürchtet weitere Pleiten.
Auf die deutlichen Kürzungen haben sich nach Informationen der Frankfurter Allgemeine Zeitung Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verständigt. Während die Regierungskoalition sich zunächst mit weiteren Details zurückhielt, heißt es aus Kreisen der Industrie, dass die Förderung für alle neuen Anlagen schon zum März gesenkt werden soll. Damit soll der Zubau von Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie in Deutschland begrenzt werden. Nach dem Willen von Schwarz-Gelb wird es künftig nur noch drei Förderkategorien geben: Strom aus kleinen Dachanlagen mit einer Leistungskraft von zehn Kilowatt wird fortan mit 19,5 Cent je Kilowattstunde subventioniert. Für Anlagen bis 1.000 Kilowatt werden 16,5 Cent, für Großanlagen und Freiflächen bis zehn Megawatt nur noch 13,5 Cent je Kilowattstunde gezahlt. Unterm Strich betragen die Kürzungen – je nach Größe der Anlage – 20 bis 30 Prozent.
Von Mai an sollen die Vergütungssätze monatlich um weitere 0,15 Cent je Kilowattstunde gesenkt werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll im Bereich Neuanlagen um ein sogenanntes Marktintegrationsmodell erweitert werden. Das bedeutet, dass fortan nur noch ein bestimmter Anteil des in der Anlage erzeugten Stroms vergütungsfähig ist. Bei kleinen Anlagen sollen es 85, bei größeren 90 Prozent sein. Auch der sogenannte Eigenverbrauchsbonus soll entfallen.
Ziel ist es, die Subventionen im Bereich Solarenergie deutlich zu reduzieren. Allein in diesem Jahr werden Eigentümer von Solaranlagen über das EEG mit rund sieben Milliarden Euro bedacht. Über eine Umlage tragen alle Stromkunden diese Kosten.
Angesichts der jüngsten Beschlüsse wächst in der deutschen Solarindustrie die Sorge: Die Kürzungen könnten Unternehmen in den Ruin treiben und Arbeitsplätze gefährden. Erste Belegschaften von Unternehmen aus der Solarindustrie kündigten Proteste an.
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