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EU möchte Wasserverbrauch in Badezimmern regulieren

02.1.2013, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© istock/ TimMcClean

Die Europäische Union interessiert sich neuerdings auch für das, was die Menschen in ihren Badezimmern treiben. Zumindest möchten die Verantwortlichen in Brüssel in Zukunft geregelt wissen, wie viel Wasser die EU-Bürger beim Duschen sowie Waschen verbrauchen und nehmen dabei die Bad-Armaturen ins Visier.

Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, arbeitet die EU-Kommission derzeit an neuen Auflagen, um den Umweltschutz zu verbessern. Demnach sollen insgesamt sieben Produktgruppen auf Ressourceneffizienz getrimmt werden. Darunter sind auch sogenannte „wasserbezogene Produkte, zum Beispiel Wasserhähne und Duschköpfe“.

Laut welt.de plant die EU einen ähnlichen Umgang wie seinerzeit mit der Glühbirne. Die wurde bekanntlich von der EU verboten. Nun sollen nach dem Willen der Beamten in Brüssel nur noch Wasserhähne in den Handel gelangen, die Mindestanforderungen an einen sparsamen Umgang mit Wasser erfüllen.

Der Arbeitsplan der EU-Kommission bis zum Jahr 2014 gilt derzeit noch als vertraulich. Wird daraus aber gültiges EU-Recht, kommen auf die Besitzer von Wohnungen und Häusern massive Änderungen zu. Jeder Neubau sowie jede Renovierung wäre von den Regelungen betroffen. Wer ein Badezimmer erneuert oder Armaturen tauschen möchte, soll damit zum Wassersparen gezwungen werden.

Mit den Plänen möchte die EU-Kommission die sogenannte Ökodesign-Richtlinie weiter vorantreiben. Beschränkte diese sich bisher allein auf Strom verbrauchende Produkte, sollen nun alle Umweltauswirkungen in den Blick von Regulierungen genommen werden.

Neben Armaturen möchte die EU auch die Beschaffenheit von anderen Produkten genauestens vorschreiben. Im Blick sind unter anderem Fenster, Stromkabel, Unternehmens-Server und Weinkühlschränke.

Schon jetzt wird Kritik an den EU-Plänen laut. Die Einflussmöglichkeiten der EU-Parlamentarier sind aber gering. So haben weder die Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten noch die EU-Abgeordneten selbst Einflussmöglichkeiten auf die Regelungen.