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Ex-Fußballprofi Uwe Reinders spaltet die Gemüter mit Mauerbau in Sachsen-Anhalt

12.10.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© Wikimedia Commons/ Wossi1991

Ein kurioser Streit um eine Mauer an einem Einkaufszentrum in Sachsen-Anhalt spaltet die Gemüter. Die Mauer erbauen, ließ kein geringerer als Ex-Fußball-Nationalspieler Uwe Reinders. Er möchte mit dem Mauerbau sein Einkaufszentrum von Trinkern im benachbarten Park abschirmen.

Taz.de bezeichnet die Mauer deshalb scherzhaft als antialkoholischen Schutzwall. Reinders hat den Sichtschutzwall aus Betonelementen im September errichtet. Den Kunden des Einkaufszentrums Bodepark sei der Anblick von Trinksüchtigen im Park nicht länger zuzumuten. Außerdem befürchtet Reinders Probleme mit den zwölf Geschäftsmietern in seiner Gewerbeimmobilie. Unterstützung von der Polizei oder der Stadtverwaltung in Staßfurt habe er seit Jahren vergeblich eingefordert, begründet der ehemalige Fußballstar sein Vorgehen.

Nun steht die Mauer am Rande seines Marktgrundstücks: 20 Meter lang und zwei Meter hoch. Und es regt sich Protest. Laut taz.de werde das Bauwerk im Rathaus und von Einwohnern als Schandfleck bezeichnet. Graffitis wie „Die Mauer muss weg“ und „Wir sind das Volk“ sind bereits auf dem Bauwerk zu lesen. Die Trinker im Park weisen laut taz.de jede Verantwortung von sich. Sie erklärten, Jugendliche benähmen sich nachts im Park noch viel wilder.

Abgesehen vom gesellschaftlichen Protest dürfte der Bauherr nun aber auch Schwierigkeiten mit den Behörden bekommen. Denn zwar steht die Mauer auf einem Privatgrundstück. Reinders und der Bodepark-Manager Klaus Ecke hätten aber beim Mauerbau nicht berücksichtigt, dass es sich um ein Sanierungsgebiet handelt. So hätten die Mauerbauer eine sanierungsrechtliche Genehmigung einholen müssen, weil die Mauer das Ortsbild maßgeblich beeinflusse. Die Stadt Staßfurt hatte erst Ende September den Deutschen Städtebaupreis erhalten.

Eine nachträgliche Genehmigung möchte die Stadtverwaltung nun nicht mehr erteilen. In einer Stadtratssitzung Ende September hatte Oberbürgermeister René Zok mitgeteilt, dass seine Behörde die Genehmigung verweigere. Auch die Lokalpolitiker stellen sich zunehmend gegen Reinders und fordern nun den Abriss der Mauer. Nun sind Gespräche zwischen der Stadt und dem Investor anberaumt.