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Experten sicher: Industrie- und Logistikimmobilien legen zu

29.10.2009, geschrieben von in der Kategorie: Bauen,Finanzen

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Industrie- und Logistikimmobilien haben im ersten Halbjahr 2009 einen Marktanteil von rund 10 Prozent am gesamten gewerblichen Investitionsvolumen erreicht. Die Mietpreise in den zentralen Lagen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden blieben ungeachtet des allgemeinen Drucks auf Mieten in Europa stabil.Wie der Immobiliendienstleister CB Richard Ellis (CBRE) mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 2009 rund 2,5 Milliarden Euro in europäische Industrie- und Logistikimmobilien investiert. Dies entspricht einem Anteil von 10 Prozent am Gesamt-Investitionsvolumen.  „Industrie- und Logistikimmobilien gelten aufgrund stabilerer Mietrenditen, insbesondere in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld, als sehr attraktives Investment“, erklärt Fabian Klein, Head of Investment bei CB Richard Ellis in Deutschland, „wenn man davon ausgeht, dass das Investitionsniveau in Industrie- und Logistikimmobilien in den kommenden Monaten konstant bleibt, ist 2010 in diesem Bereich mit einer Steigerung zu rechnen.“

Durch das gesteigerte Interesse von Investorenseite zum Ende des zweiten Quartals dieses Jahres konnten sich die Renditen in allen Bereichen der Immobilienmärkte Europas stabilisieren. Im Industrie- und Logistikbereich stiegen sie um 10 Basispunkte, für das dritte Quartal wird im Schnitt mit konstanten Renditen gerechnet, zumal sich die Preisvorstellungen auf Käufer- und Verkäuferseite mehr und mehr annähern. In den Kernzentren für Industrie- und Logistikimmobilien in Europa blieben die Renditen stabil. Anders sieht es in regionalen Märkten aus. Hier gaben die Renditen zum Teil etwas nach. Entsprechend ging der CBRE EU-15 Industrial Rent Index in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 5,4 Prozent zurück, zum dritten Quartal wurde hier jedoch nur noch ein Rückgang um 4,5 Prozent auf Jahresbasis ermittelt.

„Die Kernmärkte Westeuropas – Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die Niederlande – zeigen sich am Wenigsten beeinträchtigt und erreichen einen Marktanteil am gesamteuropäischen Markt von mehr als 70 Prozent“, so Fabian Klein, „eine Reihe von pan-europäischen und offenen Immobilienfonds aus Deutschland erkennen aktuell die Investitionsvorteile in diesem Sektor.“

Im April 2000 wurde die AEW bei einer der größten pan-europäischen Industrieimmobilientransaktionen von CB Richard Ellis beraten. Das Unternehmen kaufte für 119,7 Millionen Euro Logistikimmobilien mit sieben Objekten in den Niederlanden und in Deutschland.
Auf Nutzerseite setzt man vor allem auf Kostenkontrolle und optimalen Ressourceneinsatz. Ein niedrigeres Niveau bei den Vermietungen und eine geringere Nachfrage nach Flächen sind bislang nicht zu beobachten. Dafür gibt es sehr große regionale Unterschiede: Während in Deutschland die Nachfrage nach flexibleren Mietbedingungen im Vordergrund steht, sind in Schweden geringere Mieten im Trend. Diese werden durch längere Laufzeiten und eine geringere Flexibilität bei der Flächengröße kompensiert.