Fachleute warnen vor Notverkäufen von Büro-Immobilien in 2013
20.9.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Gewerbeimmobilien
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Schlechte Nachrichten für Investoren von Büro-Immobilien. Fachleute befürchten, dass es im Jahr 2013 zu einer Welle von Notverkäufen von Büro-Immobilien kommen könnte. Die Zahl der Leerstände in Bürogebäuden dürfte steigen. Vor allem der Norden und Osten Deutschlands sind betroffen.
Wie die Financial Times Deutschland berichtet, kommt eine Umfrage der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsfirma Ernst & Young zu diesem Ergebnis. Zum Hintergrund: Viele Immobilien sind in den vergangenen Jahren zu stark finanziell belastet worden. Bei einem allgemeinen Wertverlust könnten zahlreiche Kredite platzen und von den Banken sofort fällig gestellt werden.
Ein ähnliches Problem hatte die Immobilienbranche bereits 2002 und 2003. Damals betrug das Volumen der problematischen Kredite in Deutschland rund 50 Milliarden Euro. Dieses Mal seien die Schwierigkeiten der Branche noch eklatanter: So haben Banken laut Studie rund 250 Milliarden Euro an gewerblichen Immobilienkrediten ausgegeben. Allein in den kommenden vier Jahren werden davon 125 Milliarden Euro fällig.
Derzeit lassen sich die Banken angesichts des Wertverlustes noch auf kurzfristige Verlängerungen von Immobilienkrediten ein. Experten rechnen aber damit, dass die Banken spätestens 2013 schwache Kreditpakete verkaufen werden. Betroffen sind in erster Linie Bürogebäude im Norden und Osten Deutschlands. Fachleute gehen aber nicht davon aus, dass dieser Trend zu vielen Insolvenzen führt. So gilt es in Fachkreisen als sicher, dass Gläubiger sich auf Stillhalteabkommen einlassen oder eine höhere Besicherung der Immobilien fordern werden.
Interessenten für die dann frei werdenden Kreditpakete sind bereits ausgemacht: So könnten auf den Aufkauf von Schulden spezialisierte Finanzinvestoren sowie private Vermögensverwaltungen zuschlagen, wenn belastete Immobilien zum Verkauf stehen. Sie setzen auf einen Kapitalverzicht der Banken.
Der Wohnungsmarkt ist laut Expertenmeinung von diesem Problem nicht betroffen. Wer sein Geld in Wohnungen investiert hat, braucht sich um einen Wertverlust derzeit kaum Sorgen zu machen.
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