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Fast jeder dritte Neubau entspricht nicht den gesetzlichen Energiesparanforderungen

17.3.2011, geschrieben von in der Kategorie: Bauen

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© Wikimedia Commons/4028mdk09

Gerade bei neu gebauten Häusern sollte man annehmen, dass sie die strenge Energiesparverordnung erfüllen, die 2009 gesetzlich verabschiedet worden ist. Das Ergebnis  nach einer Untersuchung des Verbandes Privater Bauherren ist aber ernüchternd.

Die Bauten seien ein „bisschen besser als 2009“, entsprächen aber nicht den politischen Zielvorgaben, kommentierte Klaus Kellhammer, Vorstandsmitglied beim Verband Privater Bauherren, die Ergebnisse.

Laut Welt hat der Verband 5231 Gebäude beurteilt. Davon entsprechen 30 Prozent in keinem Punkt der Energiesparverordnung (EnEv). Bei der Hälfte aller Fälle wurde der EnEv-Nachweis falsch berechnet und bei 53,1 Prozent sind die Energiesparmaßnahmen nicht korrekt umgesetzt worden. Häufig werden zum Bau schlechtere Dämmstoffe benutzt, als vorgeschrieben. Beliebt sei auch, Energiespar-Maßnahmen zwar mit einzuberechnen, sie aber am Bau nicht auszuführen, so Kellhammer. Die Folge: Das Haus verbraucht mehr Energie als vorher kalkuliert.

Bei der Sanierung von Wohnungen und Häusern tauchen ähnliche Probleme auf. Zudem fand das Meinungsforschungsinstitut Emnid heraus, dass viele Altbau-Besitzer auf bessere Wärmedämmung oder moderne Heizungsanlage verzichten, obwohl sie wissen, dass sie viel Energie einsparen würden. Die Hälfte gab an, dass ihnen die finanziellen Fördermittel zu gering seien. Nur 19 Prozent der 1052 Befragten haben ihr Zuhause auf den neusten energietechnischen Stand gebracht.