Ferienhaus-Steuer in Frankreich geplant
10.5.2011, geschrieben von Sarah Tebbe in der Kategorie: Immobilien-Märkte
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© Wikimedia Commons/ Gerbil
Wie Gott in Frankreich leben bald nur noch Franzosen. Ausländische Immobilienbesitzer müssen fürs „savoir vivre“ bald tiefer in die Tasche greifen.
Die konservative Regierung plant eine Sondersteuer auf Ferienhäuser und -wohnungen, die Ausländern gehören. „Wir werden die Ferienhäuser von nicht in Frankreich ansässigen Personen besteuern. Nicht um sie zu stigmatisieren, sondern weil sie die nationalen öffentlichen Dienste nutzen, ohne diese heute zu finanzieren”, erklärte Haushaltsminister François Baroin gegenüber der Wirtschaftszeitung “Les Echos”. Der Betrag richtet sich laut Informationen der “Welt” nach dem Grundwert der Immobilie und soll auf 20 Prozent festgesetzt werden.
Bislang hat die Regierung allerdings noch keine Angaben dazu gemacht, wie viele Frankreichliebhaber tatsächlich betroffen sind. Die Pariser Notarskammer hat herausgefunden, dass im vergangenen Jahr 7,7 Prozent der Käufer, die in der Hauptstadt ein neues Zuhause gefunden haben, nicht die französische Staatsbürgerschaft besitzen. In besseren Wohngegenden wie Champs-Elysées oder in der Nähe der Ile de la Cité liegt der Anteil sogar bei 20 bis 30 Prozent. Außerhalb der Hauptstadt kaufen Ausländer vor allem in Saint-Jean-Cap-Ferrat, Grimaud an der Cote d’Azur sowie in Chamonix in den Alpen Ferienimmobilien.
Die einheimischen Immobilienhändler, die auf exklusive Objekte spezialisiert sind, befürchten nun eine massive Verkaufswelle. Bereits jetzt müssen nichtfranzösische Immobilienbesitzer zur Grundsteuer noch eine Wohnungssteuer zahlen. Ausgenommen sind Mitglieder reicher ausländischer Herrscherfamilien.
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