Ferienimmobilien: Deutschland im Kaufrausch
08.8.2012, geschrieben von Immonet in der Kategorie: Blog,Immobilien-Märkte
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Die Deutschen sind auf Shopping-Tour: Nie zuvor haben so viele Bundesbürger ihr Geld in Ferienimmobilien investiert. Nachteil der Kauflust: Die Immobilienpreise steigen deutlich.
Laut focus.de ist die Nachfrage nach Ferienimmobilien derzeit auf einem Rekordhoch. Das bestätigen namhafte Makler wie die Immobilienfirma Engel & Völkers in Hamburg. Eingekauft wird am liebsten im eigenen Land: 53 Prozent aller Ferienimmobilien in deutscher Hand sind hierzulande zu finden. Auf Platz Zwei der liebsten Urlaubsorte: Spanien. Elf Prozent der deutschen Urlaubsdomizile stehen auf der iberischen Halbinsel.
Wirtschaftsforscher nehmen an, dass die Angst vor einer Inflation die Kauflust der Deutschen antreibt. Auch Ferienimmobilien betrachten viele angesichts der Euro-Krise als sichere Kapitalanlage. Die starke Nachfrage treibt die Preise für Immobilien jedoch drastisch in die Höhe. Auf Sylt betragen die Quadratmeterpreise inzwischen bis zu 35.000 Euro. Am Starnberger See sind es immerhin bis zu 25.000 Euro. In München zahlen Investoren bis zu 20.000 Euro für den Quadratmeter.
Der Preisanstieg beschränkt sich nicht auf Urlaubsdomizile, sondern betrifft den gesamten Immobilienmarkt. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat die Teuerung für Eigentumswohnungen in den Jahren 2003 bis 2011 bundesweit auf rund 10,5 Prozent beziffert. In Ballungsräumen ist der Anstieg zum Teil noch höher. Dabei bewerten Experten die Gefahr, dass sich eine Immobilienblase ähnlich wie in den USA, Spanien oder Irland bilden könnte, eher gering. Weil die Deutschen ihr Wohneigentum traditionell nur zu einem kleinen Teil aus Krediten finanzieren, seien die Immobilienkäufe hierzulande gut abgesichert.
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