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Flughafen-Baustelle ruht – BER droht Insolvenz

04.9.2012, geschrieben von in der Kategorie: Blog

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© Wikimedia Commons/ Berihert

Die Pannenserie rund um den Berliner Großflughafen nimmt kein Ende: Auf der Baustelle wird kaum noch gearbeitet. Schon im November könnte die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Insolvenz anmelden. Und: Der Eröffnungstermin verschiebt sich voraussichtlich nochmals.

Wie focus.de berichtet, wird auf der BER-Großbaustelle kaum noch gearbeitet. Die Brandschutzanlage funktioniert immer noch nicht und auch der Eröffnungstermin im März 2013 verschiebt sich voraussichtlich um weitere sieben Monate. Erst in einem Jahr sollen nun die ersten Maschinen vom BER abheben. Die Eröffnung des ehrgeizigen Projektes ist inzwischen wiederholt verschoben worden. Als Grund wurden vor allem Probleme mit der Brandschutzanlage genannt.

Der neue Chefplaner Horst Amann hat focus.de zufolge dafür gesorgt, dass die Bauarbeiten zunächst fast vollständig eingestellt worden sind. Er wolle zuerst alle Planungen für das Milliardenprojekt auf den neuesten Stand bringen und somit ein noch größeres Chaos auf der Baustelle vermeiden.

Derweil geht den Investoren des Hauptstadtflughafens BER das Geld aus. Laut Welt am Sonntag kosten die Verzögerungen bis zu 20 Millionen Euro pro Monat. Die Anteilseigner Bund, Berlin und Brandenburg streiten derweil darüber, wer welche Mehrkosten übernehmen soll. Das Bundesfinanzministerium soll sich für einen Finanzierungsmix ausgesprochen haben. So sollen die drei Gesellschafter das Kapital der Airport GmbH erheblich erhöhen und ihr mit zusätzlichen Darlehen zur Seite stehen. Darüber hinaus soll die Flughafengesellschaft einen Eigenbetrag aufbringen.

Wie viele Mehrkosten unterm Strich anfallen, hängt von der tatsächlichen Eröffnung des Flughafens ab. Zuletzt stand die Zahl 1,177 Milliarden Euro im Raum.