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Geldsegen für den Finanzminister: Bund erzielt für TLG Immobilien 1,1 Milliarden Euro

13.12.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/ Kmetz

Darüber wird sich der Bundesfinanzminister freuen: Rund 1,1 Milliarden Euro erzielt der Bund mit dem Verkauf seiner Immobiliengesellschaft TLG. Zahltag soll aber erst im Jahr 2013 sein.

Wie das Handelsblatt berichtet, erwirbt der US-amerikanische Finanzinvestor Lone Star die TLG Immobilien GmbH. Damit hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble seine Zustimmung für die größte Immobilientransaktion in diesem Jahr gegeben. Das Handelsblatt zitiert Schäuble wie folgt: „Die gegenwärtige Marktsituation war aus Sicht des Bundes ein idealer Zeitpunkt für den Verkauf der TLG Gruppe.“ Er wertete den Verkaufspreis für das ostdeutsche Immobilienunternehmen als einen guten Erlös im Sinne der Steuerzahler.

Die 1,1 Milliarden Euro kommen aber nur zum Teil dem Staatssäckel zugute. So sollen 594 Millionen Euro im Bundesetat 2013 vereinnahmt werden. Der Restbetrag sind Schulden, die der Käufer übernimmt. Mit dem Verkauf der TLG Immobilien und der ebenfalls vom Bund verkauften TLG Wohnen fließen insgesamt 812 Millionen Euro in den Bundeshaushalt.

Wie tagesschau.de berichtet, handelt es sich bei den verkauften Immobilien unter anderem um Büros, Läden, Kinos sowie Produktions- und Lagerflächen. Bekannteste Objekte aus dem Immobilienpaket sind die Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg, das Cubix-Kino am Alexanderplatz, mehrere Supermarkt-Filialen sowie ein Hotel, die allesamt in Berlin stehen.

Mitte November hatte der Hamburger TAG-Konzern vom Bund den Zuschlag für rund 11.350 Wohnungen aus der TLG-Wohnungen in Ostdeutschland bekommen. Der Deal wurde für 471 Millionen Euro inklusive der vom Käufer übernommenen Schulden abgewickelt.

Bei der TLG handelt es sich um eine 1991 als Treuhand Liegenschaftsgesellschaft gegründete Gruppe. Sie sollte nach der Wende den Verkauf von Grundstücken und Firmen in der ehemaligen DDR vorantreiben.