Gewerbeimmobilien: Sparkurs zeigt Wirkung
29.7.2010, geschrieben von Carsten Germann in der Kategorie: Gewerbeimmobilien
Folgende Tags wurden vergeben: Euro-Länder, Gewerbeimmobilien, Großbritannien, Schwellenländer
Die in vielen Ländern der Euro-Zone und in Großbritannien verordneten Einsparungen machen sich nun auch auf den gewerblichen Immobilienmärkten bemerkbar. Das geht aus einer aktuellen Studie der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hervor.Während die Nachfrage nach Flächen in den meisten Regionen und Ländern der Welt steigt, sorgen die Sparpakete der öffentlichen Hand in den Ländern der Euro-Zone und in Großbritannien für vornehme Zurückhaltung von Unternehmen bei der Anmietung neuer oder zusätzlicher Flächen.
Die meisten Neuanmietungen können dagegen Länder wie Brasilien, Peru und China vorweisen. In Großbritannien blieb die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien zum ersten Mal innerhalb des vergangenen Jahres negativ. In Spanien, Griechenland und Deutschland findet sich ein ähnliches Bild. Nur der französische Immobilienmarkt entwickelte sich im abgelaufenen Jahr besser.
Ebenfalls positiv ist die Entwicklung bei den Märkten für Gewerbeimmobilien in Osteuropa. Insbesondere in Russland und Polen rechnen die Experten von RCIS in den kommenden Monaten mit steigenden Werten. Auch die Investmentmärkte beider Länder haben sich positiv entwickelt. In den USA wurde zum ersten Mal in den vergangenen drei Jahren ein Anstieg bei der Nachfrage nach Flächen in allen Bereichen des Immobilienmarktes gemessen. Leichte Entwarnung also auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Für das dritte Quartal 2010 erwarten die Immobilienexperten der RICS vor allem in Brasilien, Hongkong und Peru, sowie in Russland und den osteuropäischen Ländern Ukraine und Polen einen Anstieg der Mietpreise für Gewerbeimmobilien. In Frankreich, Peru und Brasilien rechnet die RICS mit einem weiteren Schub für die Investmentmärkte.
„Aktuell sind die Marktentwicklungen in den Schwellenländern und entwickelten Volkswirtschaften sehr unterschiedlich“, kommentiert Simon Robinsohn, Chef-Ökonom der RICS die Ergebnisse, „ein starkes Wirtschaftswachstum in Ländern wie Brasilien, Hongkong und Indien führt zu einer weiter steigenden Nachfrage nach Gewerbeflächen, sowie einer zunehmenden Investmentaktivität; während sich in den Ländern Westeuropas die Sparkurse der Regierungen und die weiter andauernde Zurückhaltung auf der Finanzierungsseite als Hindernisse für die Erholung der gewerblichen Immobilienmärkte erweisen.“
Weitere Immobilien News von Immonet:
- Immobilienmesse Mipim in Cannes: Neue Studie zu Investitionen in Europa
- Gewerbeimmobilien: Investitionsvolumen steigt
- Wohnen bei den Eltern: Britanniens Generation Stubenhocker
- Die teuersten Bürostandorte der Welt
- Neue Perspektiven für die Vermarktung von Gewerbeimmobilien?
- Gewerbeimmobilien: Italiens Immobilienmarkt boomt
- Gewerbeimmobilien stehen bei Maklern hoch im Kurs
- Gewerbeimmobilien in Europa: Aufschwung erkennbar
- Experten-Umfrage: Hamburg und München Top bei Gewerbeimmobilien
- Büroimmobilien in Hamburg: Umsatzrückgang an der Waterkant






