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Graffiti-Schäden: Versicherungen zahlen nur bei Premiumschutz

02.3.2011, geschrieben von in der Kategorie: Finanzen

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© wikimedia commons/Kattenkruid

Farbsprüher verursachen jährlich einen Schaden von 250 Millionen Euro in Deutschland. Wer sich vor Graffiti-Schmierereien an der Hauswand schützen will, muss tief in die Tasche greifen.

Seit den 90er-Jahren haben Graffitis an Wänden und Gebäuden erheblich zugenommen. Besonders betroffen sind Städte wie Berlin und Hamburg. Bereits 2005 wurde daher das Strafrecht auf Druck der Eigentümerverbände verschärft. Sprüher werden seitdem wegen Sachbeschädigung verklagt, wenn sie erwischt werden. Und hier liegt das Problem, denn nur selten findet die Polizei den Verursacher der unerwünschten Kunst an der Hauswand.

So bleiben die Besitzer meist auf den Beseitigungskosten sitzen. Denn in der Regel bezahlen die Wohngebäudeversicherungen den Schaden nur, wenn vorher eine Premium-Police abgeschlossen wurde. Die ist aber erheblich teuerer als der Standardsatz. So verlangt beispielsweise die Gothaer Versicherung 487 Euro für den Premiumschutz eines in den 90er-Jahren gebauten Hauses mit einer Wohnfläche von 150 qm  im Jahr. Die Standardversicherung kostet den Hausbesitzer jährlich 370 Euro.

Wer sein Haus vermietet, dem bleibt häufig nicht viel anderes übrig, als die Schmiererein zu entfernen. Denn werden die Zeichnungen an den Wänden nicht beseitigt, können die Bewohner ihre Miete mindern. Das bestätigte laut Welt das Amtsgericht Schöneberg bereits 2002 (Az. 17 C 521/01).