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Hauskauf lohnt sich nicht in jedem Fall

14.8.2012, geschrieben von in der Kategorie: Immobilien-Märkte

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© Wikimedia Commons/ Axel Mauruszat

Die Nachfrage nach Immobilien ist in Deutschland ungebrochen hoch. Angesichts des schwächelnden Euros und der Krise auf den weltweiten Finanzmärkten suchen viele Anleger ihr Heil in Immobilien. Experten aber warnen: Der Kauf eines Hauses lohnt sich nicht in jedem Fall.

Zwar überwiegen derzeit die vielen guten Argumente für den Kauf von Häusern oder Eigentumswohnungen. Vor allem wenn die Immobilie selbst genutzt werden soll, ist es angesichts historischer niedriger Bauzinsen oftmals günstiger, eine eigene Immobilie zu finanzieren anstatt dauerhaft zu mieten. Wer aber ein Gebäude kauft, um sein Geld gewinnbringend anzulegen, sollte Vorsicht walten lassen. Wie der Südkurier berichtet, bieten Eigenheime nicht automatisch eine Garantie für Wertgewinne und den Schutz vor Inflation.

Wer eine Wohnung oder ein Haus kauft mit dem Ziel, dass die Immobilie im Laufe der Jahre an Wert gewinnt, sollte sich den Standort genau anschauen. Denn wie der Maklerverband IVD in einer Auswertung ermittelt hat, hat sich der Wert von Eigentumswohnungen in westdeutschen Großstädten in den Jahren von 1977 bis 2010 – inflationsbereinigt betrachtet – kaum erhöht. Einzige Ausnahme: München. Um mit der Inflationsrate Schritt zu halten, hätten sich die Preise innerhalb der 33 Jahre verdoppeln müssen. Das war aber selbst in Metropolen wie Berlin und Hamburg nicht der Fall. Dort stiegen die Preise lediglich um 25 beziehungsweise um 55 Prozent.

Größere Aussichten auf Gewinnzuwächse bieten hingegen Eigentumswohnungen in kleinen Universitätsstädten. Wer zum Beispiel in Marburg, Heidelberg, Trier, Würzburg oder Münster eine Eigentumswohnung kauft, kann davon ausgehen, dass sie im Laufe der Jahre an Wert gewinnt. Bevor Investoren eine Immobilie als Geldanlage erwerben, sollten sie einen genauen Blick auf die zu erwartende Entwicklung auf dem Mietermarkt werfen. Auch, wer in die Wohnung erst einmal gründlich investieren muss, kann von keiner allzu großen Gewinnspanne ausgehen.

Unverändert aber bleibt der Expertentipp zur Altersvorsorge. Wer Wohneigentum erwirbt, um im Alter darin zu leben, kann davon ausgehen, dass diese Rechnung aufgeht. Denn ist eine selbstgenutzte Immobilie erst einmal abbezahlt, sind die Wohnkosten unterm Strich nur noch halb so hoch.