Hohe Mietkosten: Jeder Vierte plant den Umzug
28.11.2012, geschrieben von Charlotte Salow in der Kategorie: Blog
Folgende Tags wurden vergeben: Energieverbrauch, Miete, Studentenwohnungen, Umzug
Wohnraummangel und steigende Mietpreise werden für immer mehr Menschen zum Problem. Geringverdiener und Studenten sind besonders betroffen, aber auch viele Haushalte der Mittelschicht ächzen unter den Kosten. Jeder vierte Mieter sucht inzwischen nach einer günstigeren Bleibe. Eine deutliche Mehrheit wünscht sich ein staatliches Eingreifen.
Fast die Hälfte der Mieter will, um Wohnkosten zu sparen, den Energieverbrauch einschränken oder weniger konsumieren – das offenbart eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Wüstenrot Immobilien GmbH. Ersteres dürfte vielen angesichts der saftigen Strompreiserhöhung für 2013 allerdings schwer fallen.
24 Prozent der befragten Mieter planen günstigeren Wohnraum zu suchen. Ob sie den finden ist fraglich, denn nicht nur in Metropolregionen steigen die Preise, sondern auch in vielen Mittel- und Universitätsstädten. Den Mangel an Studentenwohnungen bezifferte Bundesbauminister Peter Ramsauer laut Spiegel Online jüngst auf rund 70.000.
Unter den Umzugswilligen werden zwei Drittel der Mittelschicht zugeordnet – sie verfügen über ein Nettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Diese Gruppe gibt durchschnittlich 37 Prozent für die Miete aus, Geringverdiener müssen sogar 43 Prozent für Wohnkosten aufbringen.
Inzwischen fordern rund 60 Prozent der Deutschen ein staatliches Eingreifen, so eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Welt am Sonntag vom Juli dieses Jahres. Sie sehen darin das einzige Mittel, um die Preissteigerung einzudämmen.
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